Misstrauen gegen Athen

FDP-Politiker will Kontrolle über Griechen-Gelder

Der EU-Abgeordnete Jorgo Chatzimarkakis will Hilfe für Griechenland direkt im Land investieren. Sonst würden die Gelder vermutlich versickern.

Foto: picture alliance / ZB / dpa

Der EU-Abgeordnete Jorgo Chatzimarkakis (FDP) hat sich dafür ausgesprochen, noch ausstehende EU-Mittel für Griechenland direkt in die Wirtschaft des Landes zu investieren. „Diese 20 Milliarden sollten nicht von Ministerien in Griechenland verwaltet werden, das bringt nichts, dann ist das Geld meines Erachtens wieder weg“, sagte Chatzimarkakis im Bayerischen Rundfunk. Die Milliarden müssten von der EU direkt in die griechische Wirtschaft investiert werden, zum Beispiel in Elektromobilität oder in den Ausbau von Flughäfen. Nur dann entstehe Wachstum.

Als EU-Haushaltsprüfer habe er die Erfahrung gemacht, "dass Griechenland der ärgste Sünder ist, wenn es darum geht, EU-Mittel abzuzweigen“, sagte Chatzimarkakis weiter. Griechenland habe in der Vergangenheit sehr viel Cleverness bewiesen, aus EU-Mitteln ganz normale Mittel zu machen. „Das geht so nicht weiter.“ Auch die griechische Bevölkerung misstraue den Ministerien.

Zu den Aussichten für die griechische Wirtschaft sagte der liberale EU-Abgeordnete: „Griechenland hat so gewaltige Probleme, dass es wahrscheinlich noch 15 Jahre dauert, bis das Land von der Intensivstation über die Reha wieder gesund wird.“

Neueste Politik Videos

Neueste Politik Videos

Beschreibung anzeigen