Rom

Paketbombe explodiert in Schweizer Botschaft

Sprengstoffanschlag in Rom: In der Schweizer Botschaft detonierte eine Paketbombe. Italienische Anarchisten könnten die Absender gewesen sein.

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Italienische Anarchisten könnten die Absender des Sprengstoffpakets an die Schweizer Botschaft in Rom gewesen sein. Darauf haben Ermittler hingewiesen, wie italienische Medien berichteten. Die Anarchisten hätten möglicherweise Verbindung zu drei in der Schweiz festgenommenen italienischen Gesinnungsgenossen.

Durch die Explosion sei ein Angestellter der Botschaft schwer an den Händen verletzt worden, nachdem er das Paket geöffnet habe. Der Mann wurde demnach zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die Schweizer Vertretung liegt im Norden der italienischen Hauptstadt. Die Polizei war umgehend am Ort und nahm Ermittlungen auf.

Bisher gebe es aber keinen Bekennerhinweis und auch keinen Bezug zu den Paketbomben, die an europäische Regierungszentralen geschickt worden waren. Bei der Explosion des Sprengstoffpakets war ein Schweizer Botschaftsangehöriger schwer verletzt worden. Auch die Schweizer Botschaft bestätigte, dass sich zunächst niemand zu der Tat bekannt habe.

In Rom wird vor allem auf die in der Schweiz festgenommenen italienischen Anarchisten Constantino Ragusa, Silvia Guerini und Luca Bernasconi verwiesen. Bernasconi stammt aus dem schweizerischen Tessin, hat aber seinen Wohnsitz in Italien. Sie sollen am 15. April in der Schweiz unter dem Verdacht verhaftet worden sein, einen Anschlag auf den IBM-Sitz im Land vorbereitet zu haben. Zitiert werden die Angaben eidgenössischer Behörden, wonach das Trio einer öko-terroristischen Gruppe mit dem Namen „Il Silvestro“ angehöre. In ihrem Wagen seien damals beachtliche Mengen an Sprengstoff gefunden worden.

Erst am Dienstag hatte ein verdächtiges Päckchen in einem Waggon der römischen U-Bahn für Aufregung gesorgt. Bürgermeister Gianni Alemanno gab wenige Stunden später allerdings Entwarnung. Es habe sich nach Untersuchungen von Experten herausgestellt, dass das Päckchen nicht explodieren konnte.

Anfang November waren in Großbritannien und Dubai zwei Paketbomben entdeckt worden, die per Luftfracht aus dem Jemen in die USA geschickt werden sollten. Eine davon war am Flughafen Köln-Bonn umgeladen worden.

Kurz darauf hatte eine Serie von Paketbomben aus Griechenland für Unruhe gesorgt. Mehr als ein Dutzend Paketbomben waren entdeckt worden und teilweise detoniert. Die Pakete waren an Botschaften in Athen, internationale Institutionen im Ausland und ausländische Regierungschefs gerichtet, darunter an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).