Moskau – Der Arbeiter und die Kolchosbäuerin, die berühmte Skulptur der sowjetischen Bildhauerin Vera Muchina, hat ihren angestammten Platz im Nordosten der russischen Metropole wieder eingenommen.
Muchina hatte die Skulptur, die nach dem Willen Stalins die Einheit von Stadt und Land symbolisieren sollte, eigens für die Weltausstellung geschaffen, die 1937 in Paris stattfand.
Sie schmückte den sowjetischen Pavillon, der dem Hitler-Deutschlands direkt gegenüber stand. Den unter der Hand ablaufenden Wettbewerb um das höchste Bauwerk verloren die Sowjets mit der Muchina-Statue nur knapp.
Nach der Weltausstellung wurden Arbeiter und Kolchosbäuerin vor der Allunionsausstellung in Moskau aufgebaut. Als das 150 Tonnen schwere Denkmal, von Rost zernagt, zusammenzustürzen drohte, wurde es 2003 demontiert und unter der Leitung des Bildhauers Wadim Zerkownikow aufwändig rekonstruiert.
Das Unternehmen kostete die Stadt Moskau 22,7 Millionen Euro, weitere fünf Millionen steuerte der nordöstliche Verwaltungsbezirk bei.
Russlands Kulturminister Alexander Awdejew lobte die Rückkehr der von Stalin inspirierten Skulptur als „Geschenk für die Weltkultur“. Ein Beitrag für Pflege des wieder um sich greifenden Stalinkults ist es allemal.
Manfred Quiring





