Die Regierung des Iran hat eine baldige Freilassung der beiden inhaftierten deutschen Reporter in Aussicht gestellt. Der Sprecher des Außenministeriums, Ramin Mehmanparast, sagte in Teheran: „Weihnachten rückt näher, und die beiden deutschen Häftlinge könnten freigelassen werden und zu ihren Familien zurückkehren.“ Der Fall läge aber in den Händen der iranischen Justiz.
Am Wochenende hatten sich die ehemaligen Bundespräsidenten Walter Scheel, Richard von Weizsäcker, Roman Herzog und Horst Köhler gemeinsam für die Freilassung der beiden deutschen Journalisten eingesetzt. In der „Bild am Sonntag“ baten sie den Iran, die seit acht Wochen in der nordiranischen Stadt Täbris inhaftierten Reporter nach Hause zu lassen.
Gleichzeitig war im Iran bekannt geworden, dass die Deutschen nicht wegen Spionage angeklagt werden sollen. Die beiden, ein Reporter und ein Fotograf, waren am 10. Oktober verhaftet worden. Sie hatten versucht, in der nordwestiranischen Provinz Aserbaidschan den Sohn und den Anwalt der Iranerin Sakineh Mohammadi Aschtiani zu interviewen, die wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt worden ist. Das Urteil war weltweit kritisiert worden. Im Sommer wurde die Vollstreckung vorläufig ausgesetzt.
dpa/cn







