Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat vor dem Zugriff terroristischer Gruppen auf atomare Waffen gewarnt. "Nehmen wir an, der Iran würde sich atomar bewaffnen. Wie lange dauert es wohl, bis andere Länder nach dem Potenzial greifen, und wie sehr wächst dadurch die Gefahr, dass sich terroristische Strukturen den Zugriff zu Atomwaffen oder schmutzigen Bomben verschaffen?", sagte Westerwelle der "Rheinischen Post". Der FDP-Vorsitzende brachte das Bedrohungsszenario auf die Formel: "20 Mann mit einer Atombombe sind eine Armee."
Den Sitz Deutschlands im UN-Sicherheitsrat will Westerwelle dafür nutzen, die Ursachen von Terror zu bekämpfen. "Wenn der Reichstag für Besucher gesperrt werden muss, dann wird hoffentlich jedem klar, dass es bei Außen- und Friedenspolitik, Entwicklungszusammenarbeit und Krisenprävention um nichts akademisch Fernes, sondern um unsere eigene Sicherheit geht." Der Vizekanzler warnte davor, die Bedrohungslage zu nutzen, "um parteipolitische Süppchen zu kochen".
dpa/ar




