Die jüngste Serie tödlicher Bombenanschläge im Irak hat nach Meinung von Präsident Dschalal Talabani das Ausmaß von Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit erreicht. Die Terrorangriffe sollten deswegen nach internationalem Recht bestraft werden, forderte Talabani in einer Rede vor der UN-Vollversammlung in New York.
Die Anschlagsserie im August habe nicht ohne Hilfe aus dem Ausland durchgeführt werden können. Deshalb solle der UN-Sicherheitsrat eine Untersuchung anordnen, forderte Talabani.
Die irakische Regierung müsse sich an die Vereinten Nationen wenden, um das „Vergießen des Blutes unschuldiger Iraker zu stoppen“. Der Irak bezichtigt Syrien, Extremisten zu beherbergen, die die koordinierten Anschläge vom 19. August im Herzen Bagdads vor dem Finanz- und dem Außenministerium durchgeführt haben sollen. Dabei wurden etwa 100 Menschen getötet.
Ministerpräsident Nuri al-Maliki hatte bereits Anfang September eine Untersuchung durch den UN-Sicherheitsrat gefordert.
AP/cn





