Deutschland wird auch nach 2014 noch in Afghanistan vertreten sein. Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) bekräftigte am Montag im ARD-„Morgenmagazin“ das Vorhaben der Nato, die internationalen Truppen ab dem kommenden Jahr schrittweise aus Afghanistan abzuziehen. 2014 solle die Verantwortung „in vollem Umfang“ an die Afghanen übertragen worden sein. Ab diesem Zeitpunkt wolle Deutschland nicht mehr mit Kampftruppen am Hindukusch vertreten sein. Aber auch danach könne man das Land „nicht sich selbst überlassen“, damit kein Boden bereitet werde für terroristische Aktivitäten, sagte der FDP-Politiker.
Die Nato hatte auf ihrem Gipfel in Lissabon beschlossen, ab 2011 mit der Übergabe der Verantwortung an die afghanischen Sicherheitsbehörden zu beginnen. Das ist Voraussetzung für einen schrittweisen Abzug der derzeit rund 130.000 Soldaten, die unter ISAF-Flagge in Afghanistan eingesetzt sind.
Zugleich unterzeichneten Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und der afghanische Präsident Hamid Karsai eine Vereinbarung über ein langfristiges Engagement der Nato am Hindukusch. Dabei will das Bündnis auch nach dem Ende des Kampfeinsatzes umfangreiche Hilfen beim weiteren Aufbau von Armee und Polizei leisten.
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