Die Nato hat sich besorgt über ein Ende September nahe der Grenze zu Polen abgehaltenes gemeinsames Militärmanöver von Russland und Weißrussland geäußert. Die mit dem Manöver verbundene politische Botschaft stehe im Widerspruch zur „allgemeinen Verbesserung“ der politischen Beziehungen und der Zusammenarbeit zwischen Nato und Russland, sagte Nato-Sprecher James Appathurai. Die Nato-Botschafter der Mitgliedsstaaten seien über die Details des Manövers informiert worden und hätten sich angesichts der Größe der Übung „besorgt“ gezeigt.
An der Übung waren demnach 12.000 Soldaten beteiligt. Im Einsatz waren mehr als 200 Panzer, 470 gepanzerte Fahrzeuge und mehr als 100 Flugzeuge und Hubschrauber. Es habe sich um eines der größten Manöver seit Ende des Kalten Krieges gehandelt, sagte Appathurai. Trotzdem seien keine Beobachter eingeladen worden. Besorgniserregend sei auch, dass mit dem Manöver für einen Angriff aus dem Westen geübt werde.
Polen hatte vor einer Woche mitgeteilt, die Nato über die eigene Besorgnis über das Manöver unterrichtet zu haben. Polnische Medien berichteten, bei der Übung sei möglicherweise die Reaktion auf einen Angriff Polens simuliert worden. Das Land ist seit 1999 Mitglied der Nato und setzt sich aktiv für einen Beitritt der Ukraine und Georgiens zu dem westlichen Militärbündnis ein. Russland steht einem Nato-Beitritt der beiden Länder ablehnend gegenüber.
AFP/cl





