Spanien

Vier mutmaßliche Eta-Mitglieder nach Razzia gefasst

Spaniens Polizei hat mutmaßliche Mitglieder der Untergrundorganisation Eta festgenommen. Sie sollen den tödlichen Anschlag auf den Anti-Terror-Chef verübt haben.

Die spanische Polizei hat vier mutmaßliche Mitglieder der baskischen Untergrundorganisation Eta festgenommen. Die zwei Männer und zwei Frauen seien am Morgen bei Razzien in und nahe der nordspanischen Stadt Bilbao gefasst worden, berichteten die Online-Ausgaben der Zeitungen „El País“ und „El Mundo“ unter Berufung auf die Behörden.

Die Verdächtigen sollen demnach zu einer Eta-Zelle gehören, die für mehrere Anschläge verantwortlich gemacht wird. Sie soll unter anderem den tödlichen Anschlag auf den Chef einer Anti-Terror-Einheit im Juni 2009 verübt haben.

Spaniens Polizei hat mutmaßliche Mitglieder der Untergrundorganisation Eta festgenommen. Sie sollen einen Anschlag auf den Anti-Terror-Chef verübt haben. Die Festnahmen standen den Berichten zufolge im Zusammenhang mit einem Polizei-Einsatz im Mai 2010, bei dem der mutmaßliche militärische Anführer der Eta, Mikel Kabikoitz Karrera Sarobe alias Ata gefasst worden war. Bei seiner Verhaftung seien Dokumente gefunden worden, die auf die vier nun Festgenommen hingewiesen hätten.

Die Eta hatte Anfang Januar einen Waffenstillstand erklärt, der aber von der Regierung in Madrid als unzureichend zurückgewiesen wurde. Die von der Europäischen Union und den USA als Terrororganisation eingestufte Eta versucht seit über vier Jahrzehnten, die Unabhängigkeit des Baskenlandes in Nordspanien und Südfrankreich zu erzwingen. Sie wird für den Tod von fast 830 Menschen verantwortlich gemacht.

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