Osterweiterung

Russland sieht in Nato "ernsthafte Bedrohung"

Russland sieht in der Nato und ihrer Ausdehnung nach Osteuropa eine "ernsthafte Bedrohung". Sicherheitssekretär Nikolai Patruschew warf dem Militärbündnis vor, Georgien weiter aufzurüsten. Einen Beitritt Georgiens und der Ukraine zur Nato lehnt Moskau strikt ab.

Foto: picture alliance / dpa / dpa

Russland steht der Nato in diesen Tagen sehr reserviert gegenüber.

Mehrere Nachrichtenagenturen zitierten den Sekretär des russischen Sicherheitsrats, Nikolai Patruschew, am Dienstag mit den Worten: „Wir haben starke Zweifel daran, dass unsere Lage mit der Erweiterung der Nato sicherer sein wird“. Patruschew warf der Nato vor, mit der Bewaffnung Georgiens 2008 den späteren Angriff gegen die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien vorbereitet zu haben.

Der frühere Chef des russischen Inlandsgeheimdiensts FSB warf dem Militärbündnis vor, Georgien weiter aufzurüsten. Es stelle sich die Frage, ob ein erneuter Angriff geplant sei. Russland jedenfalls habe keine Angriffsabsichten.

Die russische Führung hatte vergangene Woche in einer neuen Militärdoktrin die Nato-Osterweiterung bis vor die Grenzen Russlands als eine der größten Bedrohungen für die Sicherheit des Landes bezeichnet. Einen Beitritt Georgiens und der Ukraine zur Nato lehnt Moskau strikt ab.

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