Eklat

Journalisten verlassen wegen Guttenberg den Saal

Verteidigungsminister Guttenberg hat sich zu den Plagiatsvorwürfen erklärt. Allerdings nur vor "ausgewählten" Medienvertretern.

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Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg verzichtet als Konsequenz aus den Vorwürfen um seine Doktorarbeit vorrübergehend auf das Führen des Doktortitels. Doch mit einer Erklärung im kleinen Kreis löste er einen neuen Eklat aus.

Video: Reuters
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In der Bundespressekonferenz hat es im Zusammenhang mit den Plagiatsvorwürfen gegen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) einen Eklat gegeben.

Weil der CSU-Politiker zeitgleich im Verteidigungsministerium nach Worten seines Sprechers vor „ausgewählten Medienvertretern“ ein nicht angekündigtes Statement abgab, verließen die Hauptstadtkorrespondenten protestierend den Saal. Viele von ihnen hatten erwartet, Guttenberg würde in der Bundespressekonferenz sprechen. Nach etwa zehn Minuten wurde die Pressekonferenz abgebrochen.

Die Sprecher von Bundesregierung und Ministerien stehen der Bundespressekonferenz dreimal pro Woche Rede und Antwort, jeweils montags, mittwochs und freitags.

Guttenberg hatte bekanntgegeben, er wolle wegen der gegen ihn erhobenen Plagiatsvorwürfe seinen Doktortitel bis zum Abschluss deswegen laufender Untersuchungen nicht verwenden. „Ich werde bis zum Ergebnis dieser Prüfung vorübergehend, ich betone vorübergehend, auf das Führen des Titels verzichten“, sagte Guttenberg. Anschließend wolle er den Titel aber wieder führen, fügte der Minister hinzu.

Forderungen nach seinem Rücktritt wies der CSU-Politiker zurück. „Die Menschen in diesem Land erwarten, dass ich mich um das fordernde Amt das Verteidigungsministers mit voller Kraft kümmere und das kann ich auch“, sagte der Minister.