"schwedische Flicka"

John F. Kennedys Liebesbriefe werden versteigert

Sie sind in roter Tinte geschrieben und eine Menge Geld wert: Das Internet- Auktionshaus "Legendary Auctions" in Chicago versteigert Liebesbriefe des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy. Adressatin war eine 15 Jahre jüngere Schwedin, die Kennedy im Urlaub getroffen hatte. Eine Romanze begann.

Foto: legendaryauctions

Die Liebesaffäre John F. Kennedys mit einer schwedischen Schönheit ist seit langem bekannt. Nun kommen die schmachtenden Briefe, die der ehemalige amerikanische Präsident an Gunilla von Post geschrieben hat, unter den Hammer.

Das Internet- Auktionshaus „Legendary Auctions“ () in Chicago kündigte an, dass es die elf handgeschriebenen Liebesbriefe im März versteigern will. Der letzte Brief an sein schwedisches „Flicka“ (kleines Mädchen) stammt aus dem August 1955 – als Kennedy (1917 - 1963) bereits verheiratet war.

Die Briefe befanden sich nach Angaben des Auktionshauses bislang im Besitz ihrer heute 78-jährigen Adressatin. Kennedy hatte von Post erstmals im Juni 1954 geschrieben. Ihre Liebesaffäre begann im Sommer

1953. Kennedy, damals 36-jähriger Senator, hatte die 15 Jahre jüngere Schwedin während eines Urlaubs an der französischen Riviera getroffen.

Nur einen Monat vor seiner Hochzeit mit Jacqueline Bouvier durchtanzten die beiden eine Nacht und küssten sich zum Abschied, wie die blonde Schwedin in einem 1997 veröffentlichten Buch („In Liebe, Jack“) enthüllte. Ihr Herz habe heftig geschlagen, erzählte sie einmal dem US-Fernsehsender „ABC News“.

Erst recht als sich herausstellte, dass JFK keine Mühen gescheut hatte, um ihre Adresse in Stockholm herauszufinden. „Ich könnte mir ein Boot nehmen und damit zwei Wochen durchs Mittelmeer segeln – mit dir als Crew“, las sie in seinem erstem Liebesbrief im Juni 1954. Doch Kennedys Segeltörn-Pläne wurden durch eine schwierige Operation an seinem Rücken durchkreuzt. Ein Jahr später verbrachte er dann heimlich eine Woche mit der jungen Frau auf einem schwedischen Schloss.

In seinem letzten Brief vom August 1955 schrieb der Präsident von der französischen Riviera: „Ich habe heute erfahren, dass meine Frau und Schwester herkommen. Es wird kompliziert, so wie ich jetzt fühle - meine schwedische Flicka.“ Der Brief ist mit roter Tinte geschrieben. „Ich habe nur in der Sonne gesessen, aufs Meer geschaut und an Gunilla gedacht. In Liebe, Jack.“

Die Auktion der Briefe läuft bereits. Das Mindestgebot lag bei 25.000 Dollar (rund 18.000 Euro), doch der Preis stand schon am Mittwoch bei über 40.000 Dollar.