Nach den USA und Großbritannien hat auch Japan seine Bürger vor Reisen nach Europa gewarnt. Das Außenministerium in Tokio sprach von "möglichen terroristischen Anschlägen“ in Europa. Es rief vor allem in der Nähe möglicher Anschlagsziele – an öffentlichen Gebäuden, Bahnhöfen und Sehenswürdigkeiten – zu größerer Achtsamkeit auf. Anders als eine offizielle Reisewarnung rät ein Hinweis nicht generell von einem Europa-Besuch ab.

Das US-Außenministerium hatte am Wochenende Reisende nach Europa zur Vorsicht gemahnt und auf mögliche Terroranschläge verwiesen. Auch Großbritannien warnte darauf vor einer „hohen Bedrohung“ insbesondere in Deutschland und Frankreich.

Vergangene Woche waren Geheimdiensthinweise publik geworden, wonach das Terrornetzwerk al-Qaida Anschläge in Deutschland, Großbritannien und Frankreich plant. Dem US-Sender Fox News zufolge sollen Islamisten in Berlin das Luxus-Hotel Adlon am Brandenburger Tor, den Hauptbahnhof und den Fernsehturm als mögliche Ziele ausgewählt haben.

Diese Terror-Hinweise seien von der Nummer drei der al-Qaida, Scheich Junis al-Mauretani, ausgegangen, schrieb das Magazin "Der Spiegel“. Dies habe ein aus Hamburg stammender Deutsch-Afghane ausgesagt, der seit Wochen von amerikanischen Ermittlern im US-Militärgefängnis Bagram in Afghanistan verhört wird. Deutsche Sicherheitsbehörden hatten eine erhöhte Bedrohung für deutsche Städte nach Bekanntwerden der Berichte vor einigen Tagen allerdings verneint.

AFP/mbd