Die CSU befindet sich wieder etwas im Aufwind. Die Partei liegt einer Umfrage zufolge bei 45 Prozent und hätte damit im Moment sogar Chancen, bei einer Landtagswahl wieder die absolute Mehrheit in Bayern zu erreichen. Das geht aus einer Emnid-Umfrage im Auftrag der „Bild“-Zeitung hervor.
Das Stimmungshoch verdanken die Christsozialen laut Emnid vor allem der Popularität von Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. 80 Prozent der Befragten gaben der CSU mit Guttenberg deutlich bessere Chancen als mit Ministerpräsident Horst Seehofer. 71 Prozent wollten Guttenberg als Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2013 – nur 20 Prozent sprachen sich für Seehofer aus.
Der CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Hans-Peter Friedrich, hält Wahlergebnisse von mehr als 50 Prozent für seine Partei durchaus wieder für möglich. Vor der am Mittwoch beginnenden Klausurtagung der CSU-Landesgruppe in Wildbad Kreuth sagte Friedrich dem „Hamburger Abendblatt“: „Wenn es uns gelingt, unseren Charakter als Volkspartei zu bewahren, dann sind bei künftigen Wahlen wieder hervorragende Ergebnisse möglich. Ich glaube, wir haben ganz klar ein Potenzial von über 50 Prozent.“
Friedrich forderte von seiner Partei „eine geschlossene Mannschaftsleistung“ und betonte: „Die CSU ist der Modernisierer in allen drängenden Fragen.“ Sie wolle eine starke Volkspartei bleiben.
Friedrich warnte jedoch davor, die Position Seehofers als Parteichef infrage zu stellen. Seehofer habe in der Partei einen starken Rückhalt und habe bei allen entscheidenden politischen Themen den Nerv der Partei getroffen. Die CSU habe „überhaupt keinen Anlass, Personaldebatten zu führen“.
dpa/dapd/cn




