Die UN-Vollversammlung hat in einer Resolution Menschenrechtsverletzungen im Iran angeprangert. In der am Donnerstag verabschiedeten Resolution werden unter anderem Folter und brutale und unmenschliche Strafen aufgeführt, so etwa Peitschenhiebe und die Amputation von Körperteilen. Kritisiert wird auch eine „dramatische Zunahme der Todesstrafe“. In vielen Fällen würden Verurteilte hingerichtet, die zum Zeitpunkt der Verurteilung noch keine 18 Jahre alt waren. Viele der Todesurteile würden durch Erhängen oder Steinigung vollstreckt. In der Resolution wird zudem die Unterdrückung von Frauen im Iran angeprangert.

Eingebracht hatte die Resolution der kanadische UN-Botschafter John McNee. In der Vollversammlung stimmten 80 Länder für und 44 Länder gegen die Resolution. 57 Staaten enthielten sich. Ein iranischer Diplomat sagte, die Resolution schade der „internationalen Koexistenz“ der Staaten und füge der Glaubwürdigkeit der Uno schweren Schaden zu.

AFP/cc