Diplomatie

Schimon Peres regt Nahost-Gipfel in Bulgarien an

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Das Balkanland unterhält sowohl zu Israel als auch zu den Palästinensern freundschaftliche Beziehungen.

Israels Präsident Schimon Peres hat bei einem Bulgarien-Besuch das Balkanland als Standort für israelisch- palästinensische Gespräche vorgeschlagen. „Es gibt keinen geeigneteren Platz dafür als Bulgarien“, sagte Peres in Sofia nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen Georgi Parwanow.

Bulgarien könne eine „wichtige Rolle“ für den Frieden im Nahen Osten spielen, sagte Peres. Das Wichtigste für Israel sei, Frieden zu erzielen. „Bulgarien begrüßt die Gespräche zwischen Israel und die Palästinenser“, bekräftigte Parwanow.

Das EU-Mitglied Bulgarien unterhält gute Beziehungen sowohl zu Israel als auch zu den Palästinensern. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte erst vor einem Monat Sofia besucht. Schon damals hieß es inoffiziell, dass Bulgarien eine Vermittler-Rolle im Nahost-Konflikt spielen könnte. Peres meinte nun, dass beide Visiten – seine und die von Abbas – „kein Zufall“ seien.

Israels Beziehungen zu den Palästinensern würden sich verbessern. Das Verhältnis zwischen Israel und Bulgarien ist sehr eng und freundschaftlich, weil das Balkanland im Zweiten Weltkrieg seine rund 50.000 Juden vor einer Auslieferung an Deutschland gerettet hatte. Die guten Beziehungen Bulgariens zu den Palästinensern stammen aus kommunistischer Zeit, als viele palästinensische Studenten an Bulgariens Hochschulen ausgebildet wurden.

( dpa/ks )