Präsidentenwahl

Medwedjew würde Putin 2012 den Vortritt lassen

Foto: AFP

Zwei Verbündete sollten nicht zugleich für das Präsidentenamt kandidieren, sagt der Amtsinhaber mit Blick auf den Ministerpräsidenten.

Der russische Präsident Dmitri Medwedjew hat nach eigener Aussage noch nicht entschieden, ob er 2012 für eine zweite Amtszeit kandidiert. Er werde aber nicht antreten, wenn Ministerpräsident Wladimir Putin sich erneut um das höchste Staatsamt bewerben sollte, erklärte Medwedjew.

„Ich weiß nicht, was 2012 sein wird. Ich habe noch nicht über eine Kandidatur entschieden“, zitierten die amtlichen Nachrichtenagenturen RIA und Itar-Tass den Staatschef. Möglicherweise werde er antreten, möglicherweise Putin, eventuell auch ein anderer Bewerber.

Medwedjew bezeichnete Stabilität als höchste Priorität der russischen Politik. Wenn daher zwei Verbündete um das Präsidentenamt kandidierten, schade das dem Land.

Putin hatte 2008 zwei Amtszeiten als Präsident beendet und durfte nicht wieder antreten. Der Ministerpräsident, der als starker Mann Russlands gilt und stets hohe Umfragewerte erzielt, kann sich aber 2012 wieder um das Amt des Staatschefs bemühen. Putin hat bereits erklärt, er werde sich mit Medwedjew darüber verständigen, wer in zwei Jahren kandidiere.

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