SPD-Vize Frank-Walter Steinmeier tritt bei der Bundestagswahl 2009 in Brandenburg an. Der Außenminister und Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten wurde am Samstag in Brandenburg/Havel von der Wahlkreisdelegiertenkonferenz als Direktkandidat für den Wahlkreis 61 nominiert.
Für den 52-Jährigen stimmten nach Angaben eines SPD-Sprechers 63 Delegierte, einer votierte mit Nein. In der Region südwestlich von Potsdam holte die SPD bislang seit 1990 bei Bundestagswahlen immer das Direktmandat. Steinmeier würde damit erstmalig ins Parlament einziehen.
Einen Gegenkandidaten hatte der Außenminister nicht. Margrit Spielmann, die 2002 das Bundestagsdirektmandat für die SPD geholt hatte, trat nicht mehr an. Der Wahlkreis 61 umfasst die Kreisfreie Stadt Brandenburg/Havel sowie Teile der Landkreise Potsdam-Mittelmark, Havelland und Teltow-Fläming. Der gebürtige Westfale ist Mitglied im Brandenburger SPD-Ortsverein Kirchmöser-Plaue.
Steinmeier kündigte in seiner Rede vor den Delegierten an, er wolle das Direktmandat „mit klarem Abstand“ gewinnen. Auch versprach er, sich für einen Ausbau der Beschäftigung etwa durch Tourismus sowie für eine Senkung der Arbeitslosigkeit in der Region einzusetzen.
Seine Vorgängerin Margrit Spielmann führte an, zu Beginn seien viele im Wahlkreis einer Nominierung Steinmeiers mit Skepsis begegnet. Mittlerweile hätten sie aber erkannt, dass er „ein Geschenk und ein Gewinn“ sei.
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