Umfrage

SPD überholt erstmals CDU und CSU

| Lesedauer: 2 Minuten

Foto: dpa

Nach Monaten im Umfragetief hat die SPD erstmals die Union in der Wählergunst eingeholt. Auch die Grünen können zufrieden sein.

Die SPD hat erstmals seit der Bundestagswahl die CDU/CSU klar überholt und könnte bei einer Wahl gemeinsam mit den Grünen auf eine parlamentarische Mehrheit hoffen. Das ergab die August-Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.

Danach liegt die SPD jetzt mit 32,0 Prozent um einen Prozentpunkt vor der Union mit 31,0 Prozent. Die Grünen lassen mit 17,0 Prozent die FDP mit 6,0 Prozent weit hinter sich. In den westlichen Bundesländern würden für die SPD sogar 33,0 Prozent der Wahlberechtigten stimmen, wenn schon am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre; hier kommt die Union auf 32,0 Prozent. In den östlichen Bundesländern liegen SPD und CDU der Umfrage zufolge gleichauf bei 26,5 Prozent.

Die Grünen kämen im Westen auf 18,5 Prozent, aber im Osten nur auf 10 Prozent. Die FDP ist im Westen mit 6,5 Prozent ebenfalls stärker als im Osten mit 5,0 Prozent. Für die Linkspartei ermittelten die Demoskopen dagegen 25 Prozent im Osten und 5,0 Prozent im Westen.

Rot-Grün wäre also nach der Allensbach-Umfrage im Westen mit zusammen 51,5 Prozent auch ohne die Linkspartei stärker als Schwarz- Gelb mit 38,5 Prozent. In Gesamtdeutschland würden SPD und Grüne zusammen 49,0 Prozent der Stimmen und damit eine parlamentarische Mehrheit erreichen. Union und FDP wären rechnerisch selbst mit der Linkspartei deutlich in der Minderheit.

Andere Umfrage, andere Werte: FDP unter 5 Prozent

Im wöchentlichen Forsa-Wahltrend von „Stern“ und RTL kommen Union und FDP wie in der Vorwoche gemeinsam nur auf 34 Prozent. Mit zusammen 47 Prozent hätte Rot-Grün auch dieser Umfrage nach weiter die absolute Mehrheit. Die Grünen klettern hier sogar auf ein Rekordhoch von 20 Prozent (Vergleich Allensbach: 17 Prozent).

Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, würden sich 30 Prozent für CDU/CSU entscheiden – ein Punkt mehr als in der Woche zuvor. Die FDP fällt um einen Punkt auf 4 Prozent und damit unter die Fünf-Prozent-Hürde, wäre also nicht im Bundestag vertreten. Die SPD erreicht 27 Prozent (minus 1), die Grünen verbessern sich um einen Punkt auf 20 Prozent - ihr bester je im „Stern“/RTL-Wahltrend gemessener Wert. Die Linke bleibt stabil bei 11 Prozent. Für „sonstige Parteien“ würden sich 8 Prozent der Wähler entscheiden.

( dpa/tma )