Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus (FDP) lässt sich von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) nicht zurechtweisen. Der FDP-Politiker blieb bei seiner deutlichen Kritik an der Ausrüstung der Bundeswehr in Afghanistan, obwohl Guttenberg die Vorwürfe als maßlos kritisiert hatte. „Ich habe nicht die Absicht einzuknicken“, sagte er.

Auch ein Minister müsse in der Lage sein, Kritik auszuhalten. „Ich habe mich nirgendwo maßlos geäußert, zu keinem Zeitpunkt.“

Königshaus bekräftigte, dass es zu wenig Übungsmunition gebe. Das führe dazu, dass sich die Soldaten nicht ausreichend auf Gefechte vorbereiten könnten. Auch von seiner Kritik an der Sicherung der Sanitätsfahrzeuge nahm Königshaus nichts zurück. Es würden weiterhin Fahrzeuge vom Typ „Yak“ eingesetzt, die „für diejenigen, die damit fahren, ein Risiko“ darstellten. Die weitaus besser geschützten „Dingo II“ könnten wegen unangemessener Zulassungsnormen dagegen nicht eingesetzt werden.

dpa/jm