Das Säbelrasseln geht weiter: Nordkoreas Diktatur hat mit einem Ausbau seines Atomarsenals gedroht. Zum 59. Jahrestag des Korea-Kriegs (1950-53) erklärte Pjöngjang, auf einen Angriff seitens der USA werde das Land mit einem „Feuerregen nuklearer Vergeltung“ reagieren.
Staatliche Zeitungen beschuldigten die USA in Leitartikeln, 1950 in Nordkorea einmarschiert zu sein und nun nach einer Gelegenheit zu suchen, abermals anzugreifen. Dies rechtfertige die Entwicklung von Atombomben zur Selbstverteidigung, schrieben die Zeitungen.
Der Norden werde sein nukleares Abschreckungspotential niemals aufgeben, sondern es weiter ausbauen, solange Washington sich feindlich verhalte, hieß es in der Zeitung „Rodong Sinmun“. Entgegen der Beschuldigungen war es Nordkorea, das seinerzeit im Süden einmarschierte und damit den Koreakrieg begann. Die USA haben wiederholt erklärt, sie hätten nicht die Absicht, Nordkorea anzugreifen.
Nordkorea unterstellte den USA erneut, eine „feindselige Politik“ zu betreiben und mit ihrer jüngsten Bekräftigung eines „atomaren Schutzschilds“ für Südkorea versuchen zu wollen, einen Krieg zu provozieren. Der Schutzschild würde Nordkorea eine stärkere Rechtfertigung dafür geben, über eine nukleare Abschreckung zu verfügen, hieß es weiter in dem Kommentar von „Rodong Sinmun“.
US-Präsident Barack Obama verlängerte die Wirtschaftssanktionen seines Landes gegen Nordkorea am Mittwoch um ein weiteres Jahr.
Zur Begründung erklärte das Weiße Haus auf seiner Website, die Existenz waffenfähigen spaltbaren Materials in Nordkorea und die Gefahr seiner Weiterverbreitung stellten für die USA weiterhin eine außergewöhnliche Bedrohung dar.
Eine japanische Zeitung hatte in der vergangenen Woche berichtet, Nordkorea treffe Vorbereitungen für den Start einer Langstreckenrakete mit einer Reichweite bis zu 6.500 Kilometern um den 4. Juli herum.
Das Blatt berief sich auf eine Analyse des Verteidigungsministeriums in Tokio und Geheimdienstinformationen. Ein Zerstörer der US-Marine verfolgt seit mehreren Tagen den nordkoreanischen Frachter „Kang Nam“, der verdächtigt wird, Raketen und zugehörige Teile geladen zu haben.
Das nach dem nordkoreanischen Atomtest vom 25. Mai verschärfte Waffenembargo der Vereinten Nationen ermächtigt die UN-Staaten, verdächtige Schiffe zu durchsuchen. Nordkorea hat erklärt, eine Durchsuchung seiner Schiffe werde als Kriegserklärung betrachtet.
AP/dpa/dcs





