SPD holt Union fast ein

Nur neun Prozent der Wähler vertrauen Schwarz-Gelb

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Foto: dpa / dpa/DPA

Die Umfragewerte der Koalition von Union und FDP bleiben im Keller. Gut schneidet unter den Wählern dagegen ein neuer Amtsträger ab.

Die schwarz-gelbe Koalition geht mit schlechten Umfragewerten in die politische Sommerpause. Laut ZDF-Politbarometer liegen CDU/CSU unverändert bei 33 Prozent, die FDP bei 5 Prozent. Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, käme die SPD auf 32 Prozent (plus 1 Prozentpunkt). Die Grünen erreichten unverändert 15 Prozent, die Linke erhielt 10 Prozent (minus 1).

Die große Mehrheit der Bürger hat nach der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen kein Vertrauen in die Kompetenzen der Koalition. 87 Prozent sind der Ansicht, dass die Bundesregierung bei der Lösung der anstehenden Probleme nicht vorankommt. Nur 9 Prozent glauben, dass die Regierung die Probleme löst.

Gut schneidet dagegen der neue Bundespräsident Christian Wulff ab: Er wird auf der Bewertungsskala von +5 bis -5 mit 1,9 beurteilt. Dabei erhält er laut ZDF bei den Anhängern aller Parteien einen positiven Durchschnittswert.

Die Liste der zehn wichtigsten Politikerinnen und Politiker wird weiterhin von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) angeführt. Er erreicht nach Sympathie und Leistung einen Durchschnittswert von 2,0 (plus 0,1). Auf Platz zwei bleibt mit unveränderten 1,4 Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), gefolgt vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank- Walter Steinmeier mit 1,0 (plus 0,1). Deutlich verbessert hat sich Kanzlerin Angela Merkel mit 0,9 (plus 0,4). Das Schlusslicht bildet weiterhin Außenminister und FDP-Chef Guido Westerwelle mit minus 1,6 (+ 0,1).

Wie aus dem Politbarometer ebenfalls hervorgeht, lehnt die Mehrheit der Wähler eine Minderheitsregierung nach dem Vorbild von SPD und Grünen in Nordrhein-Westfalen als Modell für den Bund ab. 60 Prozent sprachen sich gegen eine solche Bundesregierung aus, nur 21 Prozent waren dafür. Auch die Lösung in NRW finden nur 32 Prozent der Befragten gut. 39 Prozent halten die rot-grüne Minderheitsregierung der neuen SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft für eine schlechte Idee, 25 Prozent ist das Modell egal.

Die Daten wurden vom 13. bis 15. Juli bei 1178 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben.

( AFP/dpa/jw )

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