Indien

Tote nach Explosion in "Deutscher Bäckerei"

Bei einer Explosion in einem Restaurant in der südindischen Stadt Pune sind acht Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 33 Menschen wurden verletzt. Die örtliche Polizei erklärte, es handele sich vermutlich um einen Sprengstoffanschlag. Ob auch Deutsche unter den Opfern sind, ist bislang unklar.

Foto: AFP

Bei einem Anschlag in der westindischen Stadt Pune sind am Samstag mindestens acht Menschen getötet und mehr als 30 weitere verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, ging der Sprengsatz am frühen Abend in dem beliebten Restaurant „German Bakery“ (Deutsche Bäckerei) im Stadtteil Koregaon Park im ehemaligen Poona hoch. Nach Angaben der indischen Regierung war unter den Todesopfern mindestens ein Ausländer.

Ein weiterer Ausländer wurde bei dem Anschlag verletzt, wie Innenminister G.K. Pillai sagte. Die Nationalität der betroffenen Ausländer war vorerst nicht bekannt. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts in Berlin konnte zunächst nicht sagen, ob auch Deutsche unter den Todesopfern waren. Die deutschen Stellen in Indien stehen ihren Angaben zufolge aber in Kontakt mit den Behörden vor Ort.


Wie Pillai der Nachrichtenagentur Press Trust of India sagte, gehen die indischen Behörden von einem Terroranschlag aus. In dem bei Ausländern beliebten Restaurant war seinen Angaben zufolge ein unbeaufsichtigtes Päckchen entdeckt worden. Als ein Kellner es öffnen wollte, ging die Bombe hoch. Die Opferzahl könnte laut Medienberichten noch steigen.

Das Restaurant befindet sich in der Nähe des weltweit bekannten Osho Ashrams der Bhagwan-Bewegung und eines jüdischen Kulturzentrums. Das Meditationszentrum des indischen Gurus Bhagwan Shree Rajneesh, der sich später auch Osho nannte, wird seit den 70er Jahren von westlichen Touristen besucht.

In dem Ashram soll nach Angaben von Innenminister Pillai auch der US-Bürger David Headley übernachtet haben. Er sitzt derzeit in den USA in Untersuchungshaft, weil er an der Planung der Terroranschläge in Mumbai beteiligt gewesen sein soll, bei denen im November 2008 etwa 170 Menschen getötet worden waren.

Das jüdische Chabad House in Pune wird von der Chabad-Lubavitch-Bewegung betrieben, die von den Terroranschlägen in Mumbai betroffen war. Bei dem Angriff auf das jüdische Zentrum im früheren Bombay waren sechs Menschen getötet worden, darunter der Rabbiner und seine schwangere Frau. Pune liegt rund 100 Kilometer südöstlich von Mumbai im Bundesstaat Maharashtra.