Bundespräsidenten-Wahl

Wowereit hält Wulff für nicht konsensfähig

Schwarz-Gelb will Christian Wulff zum Bundespräsidenten machen. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) äußerte umgehend Kritik an der Entscheidung.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hält den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten für nicht konsensfähig. „Wulff ist keine Konsenslösung, das ist eine parteipolitische Lösung“, sagte Wowereit am Donnerstagabend am Rande der Abgeordnetenhaussitzung.

Der Union kämen immer mehr Ministerpräsidenten abhanden, sagte Wowereit. Erst sei der frühere baden-württembergische Regierungschef Günther Oettinger (CDU) nach Brüssel geschoben worden. Dann sei der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) zurückgetreten. Und nun befördere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Wulff einen innerparteilichen Rivalen zum Bundespräsidenten.

CDU, CSU und FDP hatten sich zuvor auf Wulff als Kandidaten für das Präsidentenamt festgelegt. SPD und Grüne wollen den Theologen und früheren DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck nominieren. Die Linke will ebenfalls einen eigenen Kandiaten aufstellen.

( dpa/AFP/sh/Reuters )

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