Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stößt mit ihrem Kurs in der Euro-Krise bei der Bevölkerung auf Kritik.
63 Prozent der Befragten meinten in einer Emnid-Umfrage für den Sender N24, dass die Kanzlerin keine Führungskompetenz zeige und ihre Regierung nicht im Griff habe. Nur für 34 Prozent beweist Merkel Führungsstärke.
Auch bei der Sonntagsfrage verliert die Union: Im Vergleich zur vorherigen Umfrage büßen CDU und CSU drei Punkte ein und kommen auf 31 Prozent, wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre. Die FDP bleibt bei 8 Prozent. Dagegen kann die SPD um zwei Prozentpunkte auf 28 Prozent zulegen, die Linkspartei um einen Punkt auf 12 Prozent. Die Grünen erreichen weiter 15 Prozent.
In ihrer Rede auf einer internationalen Finanzmarktkonferenz in Berlin ließ Merkel erneut offen, ob die Belastung der Finanzakteure in Form einer Finanzmarkttransaktionsteuer oder einer Finanzaktivitätsteuer geschehen soll. Die Kanzlerin räumte ein, dass es Vorbehalte gegen eine solche Abgabe gebe und internationale Beschlüsse nicht „beim ersten Abenddinner“ möglich seien. Sie bekräftigte aber, dass eine solche Besteuerung „ein Element der Gerechtigkeit“ sei, das „die Finanzmärkte nicht ruiniert“.
Für das seit Mittwoch geltende Verbot von Leerverkäufen und bestimmten Kreditausfallversicherungen erntete Deutschland erneut Kritik. Der Vorsitzende der Eurogruppe, der luxemburgische Ministerpräsident Jean-Claude Juncker, monierte die Einseitigkeit der Entscheidung.
Nach Führungskompetenz der Kanzlerin befragte Emnid am Mittwoch 1000 Menschen. Die Werte der Sonntagsfrage erhob das Institut vom 10. bis 17. Mai unter 2787 Bundesbürgern.
Reuters/dpa/AFP/fas





