Die USA gehen im Streit um das geplante Raketenabwehrsystem in Osteuropa auf ihre Verbündeten und auf Russland zu. US-Vizepräsident Joe Biden sagte am Samstag bei der Münchner Sicherheitskonferenz, man wolle das System zwar weiterentwickeln, allerdings nur, wenn es technisch sinnvoll, machbar und kosteneffizient sei. „Wir werden dieses in Abstimmung mit unseren Nato-Verbündeten und Russland tun.“
Mit den in Polen und Tschechien gewählten möglichen Standorten zielten die USA bisher darauf ab, Raketenangriffe aus unter George W. Bush sogenannten Schurkenstaaten wie dem Iran und Nordkorea abzufangen. Russland hält das für einen Vorwand und sieht sich durch das System militärisch bedroht. Der polnische Premierminister sagte in München, sein Land werde an dem System festhalten, so es denn gebaut werde.
Die Debatte um das Raketenschild hatte auch die Beziehungen zwischen der Nato und Russland drastisch verschlechtert. Der neue US-Präsident stellt die Pläne nun auf den Prüfstand.
AFP/dpa/ras





