Die Linkspartei hat vor Gewaltausbrüchen in Deutschland im Zuge der Griechenland-Krise gewarnt. „Wenn die Lasten dieser Krise der Mitte der Gesellschaft aufgebürdet werden, dann drohen soziale Unruhen“, sagte die stellvertretende Vorsitzende Katja Kipping in einer Erklärung in Berlin.

„Die Ruhe ist oberflächlich, weil die Menschen verunsichert sind.“ Sie verstünden nicht, dass sie zur Kasse gebeten würden, weil verantwortungslose Banker auf Staatsbankrotte im Süden Europas spekulierten.

Die Bundesregierung solle „die Menschen beruhigen und ihre soziale Sicherheit garantieren“, verlangte Kipping. Sie bekräftigte außerdem die Forderung ihrer Partei nach Einführung einer Börsenumsatzssteuer und einer Millionärssteuer.

Der Notfallplan für das finanziell schwer angeschlagene Griechenland, über den die Regierung in Athen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF), der Europäischen Zentralbank und der EU- Kommission verhandelt, soll bis spätestens Sonntag festgezurrt werden.

Deutsche Banken, Versicherer und Industriefirmen wollen sich an der Rettung beteiligen und freiwillig einen Milliardenbetrag aufbringen. Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat wollen bis Ende nächster Woche über den deutschen Beitrag entscheiden, falls Athen das Paket akzeptiert.

dpa/ks