Im Streit um die Einführung der sechsjährigen Primarschule in Hamburg kann der schwarz-grüne Senat seine Position durch eine Umfrage gestärkt sehen.

Mehr als die Hälfte der Deutschen (53 Prozent) ist demnach dafür, dass die Kinder an den Schulen zunächst sechs Jahre gemeinsam lernen.

Erst danach sollen sie an weiterführende Schulen aufgeteilt werden, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Forsa-Umfrage für das Magazin „Stern" ergab.

35 Prozent bevorzugten einen Wechsel nach der vierten Klasse. Zwölf Prozent antworteten mit „weder noch" oder „weiß nicht".

Die Zustimmung für eine sechsjährige Grundschulzeit zieht sich quer durch alle Parteien.

Nur in der Union prallen die Ansichten mit 45 zu 43 Prozent aufeinander. Bei der Umfrage waren 1000 Bundesbürger befragt worden.

In der vergangenen Woche waren die Verhandlungen zwischen dem Hamburger Senat und der Initiative „Wir wollen lernen!" zur Schulreform gescheitert.

Hauptstreitpunkt zwischen beiden Lagern ist die von Bürgermeister Ole von Beust (CDU) und Bildungssenatorin Christa Goetsch (GAL) geplante flächendeckende Einführung der Primarschule.

Dies lehnt die Initiative „Wir wollen lernen!" ab und setzt auf ein Modell der Freiwilligkeit. Sollte ein Kompromiss weiter ausbleiben, muss ein Volksentscheid im Sommer den Streit beenden.

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