Das Madrider Innenministerium begründete die Entscheidung damit, dass der 27-jährige Omar Osama bin Laden in seinem Heimatland Saudi-Arabien politisch nicht verfolgt werde. Es stützte sich nach Presseberichten vom Donnerstag dabei auf ein Gutachten der UN-Flüchtlingsbehörde (UNHCR).
Der Sohn des weltweit gesuchten Terroristenführers hält sich seit Anfang der Woche im Transitbereich des Flughafens Madrid-Barajas auf. Der 28-jährige war mit seiner britischen Ehefrau an Bord einer Maschine nach Madrid gekommen, die auf dem Flug von Kairo nach Casablanca einen Zwischenstopp in der spanischen Hauptstadt eingelegt hatte.
In der Transitzone meldete er sich bei den Behörden und stellte einen Asylantrag, wie die Zeitung "El Pais" berichtete. Omar Osama bin Laden, das vierte von 19 Kindern des El-Kaida-Chefs, hatte seinen Asylantrag damit begründet, dass er sich weder in seiner Wahlheimat Ägypten noch in einem anderen Land der Region sicher fühle. D
Der viertälteste Sohn des international gesuchten al-Qaida-Führers ist mit der 52-jährigen Britin Jane Felix-Browne verheiratet und hatte bereits im April eine Aufenthaltsgenehmigung in Großbritannien beantragt. Die britischen Behörden verweigerten ihm jedoch die Einreise.
Gegen die Entscheidung der spanischen Behörden kann er Einspruch einlegen. Sollte dieser ebenfalls abgelehnt werden und die UN-Behörde bei ihrer Einstellung bleiben, könnte Spanien den Bin-Laden-Sohn sofort abschieben.
Bin-Laden-Vertrauter in USA zu lebenslanger Haft verurteilt
Ein US-Militärtribunal im Gefangenenlager Guantánamo verurteilte einen Vertrauten des Extremisten Osama bin Laden zu einer lebenslangen Haftstrafe. Der aus dem Jemen stammende Ali Hamsa al Bahlul wurde der Verschwörung, der Beihilfe zum Mord und der Unterstützung des Terrorismus für schuldig befunden. Bahlul ist der zweite Gefangene in Guantánamo, der von dem Tribunal verurteilt wurde.
Der etwa 39-Jährige huldigte bei der Urteilsverkündung nach Angaben eines Prozessbeteiligten Bin Laden und sagte, seine Verurteilung werde den Kampf von al-Qaida gegen die USA stärken.
Nach Aussagen von Mitarbeitern der US-Bundespolizei FBI hatte Bahlul die auf Video aufgenommenen Testamente der Todesflieger der Anschläge vom 11. September 2001 bearbeitet sowie einen Film zur Anwerbung von Selbstmordattentätern zusammengestellt.
Reuters/AFP/dpa/fsl/ks





