Antrittsrede

Diese Wörter hat Obama am häufigsten benutzt

Eine US-Website wertet die Antrittsrede des neuen US-Präsidenten aus. Wir haben aus der technisch erzeugten "Wort-Wolke" die Top 10 der Worte zusammengestellt, die Barack Obama in Washington D.C. gesprochen hat. Mit dabei natürlich: "can" – wie bei Obamas Wahlkampf-Slogan "Yes We Can".

Foto: many-eyes.com

Websites im Internet haben die Antrittsrede des neuen US-Präsidenten Barack Obama in allen Einzelheiten ausgewertet. Kritikern gilt sie schon jetzt als eine der besten Antrittsreden der bisher 44 Oberhäupter der Vereinigten Staaten.

Der US-Computerkonzern hat das Internetportal „ManyEyes“ (auf Deutsch: Viele Augen) gesponsert. Dessen Werkzeuge werten unter anderem die von Obama meist genutzten Worte in der Rede aus. Die Begriffe werden in einer Wort-Wolke dargestellt und können von den Internetnutzern gefiltert werden. Wir haben uns die zehn meistgenannten Worte herausgesucht, Satzbeispiele gefunden und übersetzt.

Die Redeauswertung ergibt, dass Obama vor allem an die Gemeinsamkeiten der Menschen und die Schaffenskraft der USA appelliert hat. Angesichts der Wirtschaftskrise forderte der neue Präsident, ideologische Gräben beim Kampf gegen Arbeitslosigkeit und andere dringliche Aufgaben zuzuschütten. Unter den bevorzugten Worten des Präsidenten waren demnach „uns“, „werden“, „can“ und „Nation“.

Die Rede hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. Die chinesische Regierung blamierte sich, weil aus der offiziellen Übersetzung Obamas kritische Erwähnung des Kommunismus gestrichen wurde. Obama sagte, „dass frühere Generationen dem Faschismus und dem Kommunismus nicht einfach nur mit Raketen und Panzern begegnet sind, sondern mit robusten Allianzen und dauerhaften Überzeugungen“.

In der Übersetzung der amtlichen Zeitung „China Daily“ fehlte außerdem ein Absatz, in dem Obama über Regierungen sprach, „die sich mit Korruption, Betrug und der Unterdrückung abweichender Meinungen an die Macht klammern“.

In Deutschland sah Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) nach der Antrittsrede neue Chancen für den Friedensprozess im Nahen Osten. „Mehr Partner, weniger Feinde - das ist die Vision, für die Barack Obama und Hillary Clinton arbeiten wollen“, sagte der SPD-Politiker der „Bild“-Zeitung. Steinmeier sprach von einer „beeindruckenden“ Ansprache.

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