Die Union hat in den vergangenen zwei Wochen in der Wählergunst leicht verloren, behält aber einen großen Vorsprung zur SPD. Laut ZDF-„Politbarometer“ kämen CDU/CSU auf 39 Prozent (minus 1), wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre.

Die SPD läge unverändert bei 25 Prozent. Die FDP erhielte wie vor zwei Wochen elf Prozent, die Linke zehn Prozent (unverändert) und die Grünen ebenfalls zehn Prozent (plus 1). CDU/CSU und FDP hätten damit eine Mehrheit.


In der Rangfolge der wichtigsten Politiker gab es kaum Veränderungen. Auf Platz eins liegt weiter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie kommt auf der Skala von plus fünf bis minus fünf auf den unveränderten Wert 2,0. Auf Platz zwei liegt Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit 1,7.


Auch bei der Frage, wen die Deutschen lieber als Bundeskanzler hätten, liegt Merkel deutlich vorne. Für sie sprechen sich 55 Prozent (minus 1) der Befragten aus, für ihren Herausforderer Frank-Walter Steinmeier sind es 31 Prozent (plus 3).

Mehrheit gegen Finanzhilfe für Opel

Mehr als die Hälfte der Deutschen lehnt laut Politbarometer finanzielle Hilfen aus Steuermitteln für den Autohersteller Opel ab. 54 Prozent sind der Meinung, dass sich der Staat aus der Krise des Konzerns heraushalten solle. Während die Anhänger von Union und SPD geteilter Auffassung über staatliche Hilfen sind, lehnen Anhänger der FDP, Grünen und der Linken diese mehrheitlich ab. Gegen finanzielle staatliche Unterstützung auch für andere Autohersteller sprachen sich 56 Prozent der Befragten aus.

Nach der Einschätzung der aktuellen Wirtschaftslage befragt waren 69 Prozent der Bundesbürger der Meinung, dass es mit der Wirtschaft in Deutschland bergab gehe. Vor zwei Wochen lag die Zahl noch bei 59 Prozent. Lediglich vier Prozent der Befragten sehen einen Aufwärtstrend, ein Viertel geht von keinen großen Veränderungen aus.

Gegen Online-Durchsuchungen hat eine Mehrheit der Bundesbürger nichts einzuwenden. 57 Prozent grundsätzlich richtig, dass das BKA das Recht erhalten soll, die Festplatten von Computern verdächtiger Personen heimlich auszuspähen. 39 Prozent sind dagegen.

Die Wähler der FDP stimmen im Gegensatz zur Parteilinie mit 65 Prozent der Online-Durchsuchung zu. Auch im SPD-Lager findet sich mit 52 Prozent eine knappe Mehrheit und selbst bei den Anhängern der Linkspartei, die sich vehement gegen das Gesetz stellt, ist jeder zweite dafür. Nur bei den Grünen überwiegt die Ablehnung. Lediglich 30 Prozent ihrer Wähler stimmen zu. Die größte Zustimmung zur Online-Durchsuchung gibt es mit 67 Prozent im Lager der Unions-Anhänger.

dpa/AFP/ab