Regierungsgegner in Thailand haben den Internationalen Flughafen von Bangkok weitgehend lahmgelegt. „Wir haben alle Abflüge gestoppt“, sagte ein Flughafensprecher am Abend. Ankommende Maschinen wurden allerdings noch abgefertigt. Hunderte Mitglieder der oppositionellen Volksallianz für Demokratie (PAD) zogen nach einem Handgemenge mit der Polizei durch die Abfertigungshalle des Flughafens Suvarnabhumi.
Der Flugbetrieb wurde nach Angaben eines Airport-Sprechers inzwischen ausgesetzt. Eine deutsche Maschine der Lufthansa war von den Protesten betroffen, konnte aber am Abend nach Verzögerungen starten.
"Die Lage erscheint sehr unübersichtlich, es gibt widersprüchliche Aussagen zur Lage am Bangkoker Flughafen", sagt Thomas Jachnow, Lufthansa-Sprecher in Frankfurt.
"Eine unserer Maschinen befand sich eben gerade noch in der Luft, auf dem Weg nach Bangkok. Es ist ein Flug aus Saigon (Ho-Chi-Minh-Stadt, d. Red.) kommend, die LH 773, eine Boeing B747-400. Das ist die Verbindung Saigon-Bangkok-Frankfurt, und in Bangkok sollten 180 Passagiere zusteigen", so Jachnow.
Die Maschine hat in der Zwischenzeit sicher auf dem Airport von Bangkok aufgesetzt. Planmäßiger Weiterflug wäre 23.55 Uhr (also 17.55 Uhr deutscher Zeit) gewesen, die Maschine sollte dann um 5.35 Uhr morgen früh in Frankfurt landen. "Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Lufthansa-Mitarbeitern", so Jachnow. Die Maschine steht am Gate D07.
Mittlerweile läuft der Check-in, die ersten der 180 von Bangkok nach Frankfurt gebuchten Passagiere sind bereits an Bord. "Wir gehen davon aus, dass wir heute Abend starten können – wenn auch womöglich mit etwas Verspätung", so die Lufthansa in Frankfurt.
Die Demonstranten wollten mit ihren Protesten die Rückkehr des umstrittenen Ministerpräsidenten Somchai Wongsawat verhindern, der vom APEC-Gipfel in Peru zurück in Thailand erwartet wurde. Schon während des Tages hatten Tausende die Zufahrtsstraßen zum Flughafen Suvarnabhumi blockiert.
Das Oppositionsbündnis PAD fordert den Rücktritt des Regierungschefs Somchai. Ihm wird vorgeworfen, nur eine Marionette seines Schwagers, des vor zwei Jahren gestürzten Premierministers Thaksin Shinawatra, zu sein. Der frühere Ministerpräsident war wegen Amtsmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.
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Reuters/AFP/dpa/lk/heg


















