0:00 Uhr MEZ: Die Amerikaner sind elektrisiert von der Wahl des Bush-Nachfolgers: Lange Schlange bildeten sich über den Tag hinweg vor den Wahllokalen. Bei der Wahlbeteiligung könnte es einen Rekord geben. Vereinzelt wurden Unregelmäßigkeiten gemeldet. George W. Bush blieb den Tag über für die Öffentlichkeit unsichtbar. Die Kandidaten Barack Obama und John McCain wählten am Morgen (Ortszeit). Die
Wie eine Wählernachfrage der Nachrichtenagentur AP ergab, war die Finanz- und Wirtschaftskrise mit großem Abstand das wichtigste Thema für die Wähler in den USA. Sechs von zehn Wählern im ganzen Land nannten die Sorge um die Volkswirtschaft als wichtigsten Faktor ihrer Wahlentscheidung. Kein anderes Thema, darunter die Energiepolitik, der Irak-Krieg, der Terrorismus und die Gesundheitsversorgung, hatte einen höheren Anteil als zehn Prozent.
Schon vor dem Wahltag nutzten 29 Millionen Bürger in 30 der 50 US-Staaten die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Die hohe Beteiligung an diesem „Early Voting“ wurde als Vorteil für Obama betrachtet. Wahlberechtigt waren insgesamt 213 Millionen Bürger.
Auch in Deutschland wird - auf zahlreichen Partys - mitgefiebert: etwa in der Bertelsmann-Repräsentanz in Berlin. Bei der Wahlparty des amerikanischen Konsulats in Hamburg herrschte riesiger Andrang.
0:01 Uhr: Erste Wahllokale sind geschlossen. Zunächst wurden um Mitternacht (MEZ) die Wahlen in Indiana und in Teilen Kentuckys beendet. Erste Prognosen der US-Fernsehsender werden in Kürze erwartet.
0:05 Uhr: Nach Behördenangaben so viele Bürger zu den Urnen geströmt wie nie zuvor. Im Swing State Missouri rechnete die Wahlleitung mit einer Rekordbeteiligung von 78 Prozent, in Ohio zeichnete sich nach Angaben der dortigen Behörden eine Beteiligung von 80 Prozent ab.
„Die Beteiligung ist sensationell“, sagte auch der oberste Wahlleiter von Virginia, Jens Jensen. Bis zehn Uhr am Vormittag hätten bereits 40 Prozent der registrierten Wähler ihre Stimme abgegeben. In Missouri registrierten sich allein 342.000 Neuwähler, in mehreren Wahlbezirken waren lange Schlangen zu sehen. Auch in North Carolina wurde trotz strömenden Regens mit einer Rekordbeteiligung von 70 Prozent gerechnet.
1:00 Uhr: Nach Indiana und Kentucky enden die Wahlen in Florida, Virginia, South Carolina, Georgia, Vermont und New Hampshire. Nach ersten Ergebnissen von wenigen Prozent liegt der republikanische Kandidat John McCain erwartungsgemäß in Kentucky vorn, berichteten US-Fernsehsender. In Indiana, das seit über 30 Jahren republikanisch gewählt hat, deutet sich nach diesen ersten Ergebnissen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen McCain und Obama an.
1:03 Uhr: Die ersten Prognosen sind da: Laut CNN hat McCain in Kentucky gewonnen, Obama sicherte sich die Mehrheit in Vermont. Damit erhielt McCain die ersten acht, Obama die ersten drei Wahlmännerstimmen.
1:27 Uhr: Die Demokraten haben bei den Senatswahlen einen wichtigen Sieg errungen. Der Kandidat Mark Warner setzte sich im Bundesstaat Virginia gegen den republikanischen Kandidaten Jim Gilmore durch, wie aus ersten Projektionen von US-Medien am Dienstag hervorging. In dem traditionell eher republikanischen Bundesstaat Virginia würden die Demokraten damit beide Senatoren und den Gouverneur stellen.
1:32 Uhr: John McCain gewinnt nach einer Prognose des US-Fernsehsenders Fox News erwartungsgemäß den Bundesstaat West Virginia. In dem kleinen Bundesstaat geht es um fünf Wahlmännerstimmen.
1:50 Uhr: Schrecksekunde: Eine missglückte Flugzeuglandung hat die Aufregung des Wahltags für John McCain noch gesteigert. In letzter Minute musste sein Pilot die Landung in Albuquerque im Bundesstaat New Mexico abbrechen. McCains Kampagnen-Flugzeug „Straight Air Talk“ befand sich schon im Landeanflug, als der Pilot die Boeing 737 etwa 90 Meter über dem Boden plötzlich wieder hochzog. Nach einer weiteren Runde setzte die Maschine schließlich unter dem Applaus von Journalisten und Besatzung sicher auf.
1:51 Uhr: Laut Fox News gewinnt McCain im Südstaat South Carolina. Dort geht es um acht Wahlmännerstimmen.
1:56 Uhr: Obama liegt ersten Auszählungen zufolge im Schlüsselstaat Florida vorn. Nach Auszählung von rund zehn Prozent der Wählerstimmen führt er mit 58 Prozent, McCain kommt demnach lediglich auf 42 Prozent, berichtete der TV-Sender CNN.
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