NRW

Abiturienten dürfen Mathe-Klausur neu schreiben

Die Proteste waren groß, jetzt hat die Landesregierung nachgegeben: Alle Schüler, die beim Zentralabitur in Mathe, die als zu schwierig kritisierten Aufgaben bearbeiten mussten, dürfen die Klausur neu schreiben. Nach Meinung von Lehrern und einem Professor waren die Aufgaben für die Schüler nicht lösbar.

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat auf die zunehmende Kritik am Zentralabitur reagiert. Alle Schüler, die beim Zentralabitur im Fach Mathematik die als zu schwierig kritisierten Aufgaben zu bearbeiten hatten, können die Prüfungsklausur neu schreiben, teilte Schulministerin Barbara Sommer (CDU) am Montag mit. Neuer Termin für die Prüfung ist der 17. Juni 2008.

„Widerspruchsverfahren, bei denen jeder Einzelfall geprüft werden müsste, wären zu zeitaufwendig. Viele Abiturienten wollen sich mit ihrem Zeugnis um einen Studienplatz bewerben.


"Um Härten zu vermeiden, haben wir uns zu dieser schnellen und unbürokratischen Lösung entschlossen“, erklärte die Minister den ungewöhnlichen Schritt und betonte: „Dadurch soll sichergestellt werden, dass noch vor Beginn der Ferien die Ergebnisse der neu geschriebenen Klausuren in die Gesamtnote im Abitur einfließen können.“

Beim diesjährigen Zentralabitur an den Gymnasien und Gesamtschulen hatte es vor allem im Fach Mathematik Probleme gegeben. Nach Meinung zahlreicher Lehrer und dem Gutachten eines Mathematik-Professors aus Bonn waren Geometrie- und Algebraaufgaben für die Schüler nicht lösbar.


Schülervertreter hatten deshalb eine Entschuldigung der Ministerin gefordert. Sommer hatte bislang das Zentralabitur verteidigt und darauf verwiesen, dass die betroffenen Abiturienten Einspruch gegen die Klausur einlegen könnten.

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