Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen über eine Neuregelung der Altersteilzeit in der Metall- und Elektroindustrie berät die Gewerkschaft ihr weiteres Vorgehen im Pilotbezirk Baden-Württemberg. Die Tarifkommission der IG Metall kommt in Sindelfingen zusammen. Die Gewerkschaft setzt zunächst auf weitere Verhandlungen, wie Bezirksleiter Jörg Hofmann sagte.


Sollte dies nicht bis Beginn der Lohnrunde im Herbst gelingen, sei neben weiteren Warnstreiks auch die Einleitung einer Urabstimmung über unbefristete Streiks möglich, sagte Hofmann. Hauptknackpunkt der Gespräche war zuletzt die Frage, wie viele Mitarbeiter pro Betrieb maximal Anspruch auf Altersteilzeit haben sollten. Die Arbeitgeber wollen dies möglichst einschränken, was die Gewerkschaft ablehnt.


Eine Neuregelung der Altersteilzeit ist notwendig, weil Ende 2009 der Zuschuss der Bundesagentur für Arbeit (BA) wegfällt. Die BA fördert die Altersteilzeit bislang finanziell, wenn der Arbeitgeber die frei werdende Stelle mit einem Auszubildenden oder einem Arbeitslosen wiederbesetzt.

ap/phj