Angesichts der Gefahr eines Krieges im Kaukasus haben die USA zu einer Waffenruhe in der georgischen Region Südossetien aufgerufen und eine aktive Rolle bei den Schlichtungsbemühungen angekündigt.
Außenministerin Condoleezza Rice habe alle Parteien in dem Konflikt in Telefongesprächen aufgefordert, die Ruhe wiederherzustellen, teilte State-Departments-Sprecher Gonzalo Gallegos am Freitag in Washington mit. Er sagte nicht, mit welchen Führungspersönlichkeiten Rice telefoniert hat.
Noch am Freitag werde ein Sondergesandter in die Konfliktregion entsandt, sagte Außenamtssprecher Gonzalo Gallegos in Washington. „Wir beteiligen uns an Vermittlungsbemühungen, um einen Waffenstillstand zu erreichen“, sagte er weiter. „Wir fordern alle Parteien – Georgier, Südosseten und Russen – dringend auf, zu einer Deeskalation beizutragen und einen Konflikt zu vermeiden.“
Gallegos versicherte außerdem, dass die USA „die territoriale Integrität Georgien unterstützen“. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums wurden die USA von Georgien im Südossetien-Konflikt mit Russland nicht um Hilfe gebeten. Es habe Kontakt mit georgischen Offiziellen gegeben, sagte ein Sprecher in Washington. Auf die Frage, ob es eine Anfrage um Unterstützung gegeben habe, antwortete er aber mit „Nein“.
Im Interview mit dem amerikanischen TV-Sender CNN hatte der georgische Präsident Michail Saakaschwili die Usa aufgefordert, sein Land gegen Russland zu unterstützen.Saakaschwili sagte, es sei im Interesse der USA, seinem Land zu helfen. „Es geht nicht mehr nur um Georgien. Es geht um Amerika und seine Werte. Wir sind ein Freiheit liebendes Land, das derzeit angegriffen wird.“ Russland führe auf georgischem Boden Krieg gegen sein Land.
Georgische Truppen starteten am Freitag eine Offensive, um das seit Jahren sich selbst verwaltende Südossetien wieder unter die Kontrolle von Tiflis zu bringen. Russland schickte Truppen zur Unterstützung der Separatisten. Seitdem werden in der Region heftige Kämpfe ausgefochte. Vor allem in der Hauptstadt Zchinwali gibt es zahlreiche Tote, bei denen es sich vor allem um Zivilisten handelt.
AP/KS


