Eine Sprecherin von McCains Gegenkandidat Barack Obama bezeichnete die Ausführungen des texanischen Geschäftsmanns Clayton Williams zum erzwungenen Geschlechtsverkehr als „verabscheuungswürdig“ und forderte den Republikaner auf, mehr als 300.000 Dollar (194.000 Euro) Spenden an Williams zurückzuzahlen. Zuvor war eine offenbar scherzhaft gemeinte Äußerung bekannt geworden, in der Williams in den 90er Jahren Vergewaltigungen mit schlechtem Wetter verglich. „Wenn man es nicht abwenden kann, sollte man sich zurücklehnen und es genießen“, hatte er damals gesagt. McCain hatte bereits am Freitag eine Spendengala in Williams Privathaus abgesagt, eine Rückzahlung der Spenden zunächst aber abgelehnt.
Obama stellt Clintons frühere Wahlkampfmanagerin ein
Clintons Ex-Managerin Patti Solis Doyle werde in Obamas Kampagnenapparat künftig als Chefin jenes Sondierungskomitees dienen, das Vorschläge für die Benennung eines Vize-Kandidaten ausarbeiten soll, teilte ein Sprecher des Senators am Montag in Washington mit. Die Personalie dürfte Spekulationen nähren, dass Senatorin Clinton an Obamas Seite für das Amt der US-Vizepräsidentin kandidieren könnte.
Doyle war die Chefin von Clintons Wahlkampfteam, hatte diese Posten aber im Februar nach einer Serie von Niederlagen der Kandidatin bei den Vorwahlen verloren. Ihr wurden in US-Medien Versäumnisse und Fehlplanungen vorgeworfen. Berichten zufolge haben beide Frauen seit Monaten nicht mehr miteinander gesprochen.
Obamas Team gab außerdem bekannt, dass die Sprecherin des Präsidentschaftskandidaten John Kerry aus dem Jahr 2004, Stephanie Cutter, dem Team beitreten werde. Sie solle Stabschefin von Obamas Frau Michelle werden. Zudem wurden mehrere Berater neu angestellt, die sich vor allem um die Anwerbung von Wählern aus der Arbeiterschicht und mit lateinamerikanischem Hintergrund kümmern sollen.
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afp


