Sie hoffe, dass Beck nach der Bundestagswahl 2009 Kanzler werde, sagte die Parteilinke dem Deutschlandfunk. Die Entscheidung über die Kanzlerkandidatur falle allerdings erst im Herbst. Sie widersprach Berichten, wonach sich die SPD-Spitze intern bereits auf Außenminister Frank-Walter Steinmeier, einen der beiden anderen Beck-Vize, als Herausforderer von Kanzlerin Angela Merkel festgelegt habe.
Im Zeugnis der SPD müsse derzeit stehen: „Versetzung gefährdet“, räumte Nahles ein. Die Partei müsse selbstbewusster und harmonischer auftreten. Es sei aber falsch, Kurt Beck alleine für alle Probleme verantwortlich zu machen. „Ich glaube, dass man insgesamt die Teamleistung der SPD-Spitze noch verbessern muss“, sagte sie. Auch sie selbst sei dafür mitverantwortlich, dass die SPD in der Öffentlichkeit Erfolge verschenke, die dann der CDU zugeschrieben würden.
Die SPD kam im jüngsten ZDF-Politbarometer auf 26 Prozent, CDU/CSU auf 39 Prozent. Beck kam auf den drittletzten Platz der wichtigsten zehn Spitzenpolitiker. Hinter ihm lagen nur noch die Links-Politiker Gregor Gysi und Oskar Lafontaine. Merkel führte dagegen die Beliebtheitsskala knapp vor Steinmeier an.
Die Kandidatur von Gesine Schwan gegen Bundespräsident Horst Köhler habe nichts mit Koalitionen nach der Bundestagswahl zu tun, bekräftigte Nahles. Zwar werde es wahrscheinlich vor der Präsidentenwahl in einem Jahr „vielleicht mal Gespräche geben„ mit der Linkspartei. Vereinbarungen mit der Linken schloss Nahles dagegen erneut kategorisch aus.
Reuters/omi




