„Wir werben nicht um die Linke. In der Bundespolitik betreiben wir eine klare Abgrenzung“, sagte der SPD-Fraktionschef Peter Struck der „Bild am Sonntag“. Struck kritisierte zugleich das Treffen junger SPD-Abgeordneter mit Parlamentariern der Linken. Der rechte SPD-Flügel forderte ein Ende der Kontakte mit Linken-Politikern. Struck riet seiner Partei davon ab, mit der Linkspartei über die Wahl von Gesine Schwan zur Bundespräsidentin zu sprechen.
Der konservative Seeheimer Kreis in der SPD forderte ein Ende der Kontakte zu Linken-Politikern. Ein weiteres Treffen zwischen Vertretern der so genannten Denkfabrik in der SPD und der Linkspartei dürfe es nicht geben, sagte Seeheimer-Sprecher Klaas Hübner der „Rheinpfalz am Sonntag“. Die Vereinbarung, dass es keinerlei Zusammenarbeit auf Bundesebene geben dürfe, gelte für alle Sozialdemokraten und solle Bestandteil des Wahlprogramms werden, forderte Hübner.
Struck wies in der „Bams“ die Einschätzung zurück, die stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles sei heimliche Parteivorsitzende. „Andrea Nahles ist eine von drei stellvertretenden Parteivorsitzenden“, betonte der Fraktionschef. Federführend sei Parteichef Beck. Die Frage der SPD-Kanzlerkandidatur werde im Herbst dieses Jahres entschieden.
Steinmeier rief seine Partei angesichts der anhaltenden Führungsdebatte zu Zurückhaltung und Geschlossenheit auf. Mit Blick auf die Linkspartei sagte er, „Frust“ sei deren Lebenselixier.
AFP/str





