Als einer von nur zwei Hauptdarstellern war Patrick Stewart, der am Mittwoch in Los Angeles verstarb, als legendärer Raumschiff-Kommandeur Jean-Luc Picard in jeder der 178 Folgen von „Star Trek: The Next Generation“ zu sehen. Für Stewart wurde es die Rolle seines Lebens. In einem Interview mit dem „Mirror“ verriet Stewart erst Jahrzehnte später: Beinahe hätte er die Rolle abgelehnt.

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Der gebürtige Brite Stewart hatte schon als Jugendlicher in Theatergruppen gespielt, bevor er an die Schauspielschule nach Bristol ging. Für Rollen als romantischer Held war Stewart wegen seiner frühzeitigen Kahlköpfigkeit nicht geeignet, stattdessen wandte er sich vor allem klassischen Rollen zu und wurde 1966 Mitglied der Royal Shakespeare Company, der er lange Jahre treu blieb.
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„Star Trek“: Patrick Stewart kannte die Serie zunächst erst gar nicht
In einem Interview mit dem „Mirror“ 2023 verriet Stewart, der am Mittwoch im Alter von 86 Jahren verstarb, dass nicht er, sondern seine Kinder damals Fans der Serie waren. Stewart hatte sich dem Theater verschrieben und wollte damals unbedingt seine Off-Bühnen-Version von „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“ auf die Bühne bringen. „Star Trek“? Davon hatte Stewart bis dato noch nichts gehört. „Ich wusste überhaupt nichts davon und konnte mich nicht einmal an den Namen Gene Roddenberry erinnern, ich hatte also einiges nachzuholen“, sagte Stewart gegenüber dem „Mirror“.
Am Ende war es vor allem die finanzielle Sicherheit, die ihn überzeugte. So verdiente Stewart zu Beginn 12.000 Pfund (heute ca. 14.000 Euro) pro Woche für seine „Star Trek“-Rolle. Ein schlagkräftiges Argument, immerhin standen dem rund 140 Pfund die Woche für sein Engagement am Theater gegenüber. Stewart erinnert sich in dem Interview: „Freunde überzeugten mich, ‚zum ersten Mal in meinem Leben Geld zu verdienen, mich zu bräunen und nach Hause zu fahren‘ – und deshalb habe ich zugesagt.“
Stewarts Agent war sich sicher: Die Serie floppt spätestens nach sechs Monaten
Außerdem sei sein Agent ohnehin überzeugt gewesen, die Serie würde floppen, wie Stewart in „The Late Late Show“ mit James Corden vor einigen Jahren verriet. „Man kann eine kultige Serie nicht wiederbeleben. Das wird nicht funktionieren“, soll ihm sein Agent damals gesagt haben. Stewart solle nur ein paar Dutzend Folgen machen und das Geld einstreichen. Sechs Monate, spätestens dann würde die Serie eingestellt werden, war sich Stewarts Berster sicher – und lag damit falsch.
Aus „Star Trek: Next Generation“ wurde ein Riesenerfolg und Stewart zum Star. Es folgten drei Spielfilme und das Spin-Off „Star Trek: Picard“, in dem Stewart erneut seine Paraderolle spielte.








































