In Mailand ist es am Sonntag erneut zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei gekommen. Rund um den zentralen Domplatz warfen überwiegend schwarz gekleidete Randalierer Flaschen auf Beamte und Polizeifahrzeuge. Außerdem wurden Geschäfte geplündert und Fahrzeuge angezündet. Damit kam es in der norditalienischen Metropole bereits den zweiten Tag in Folge zu Ausschreitungen.

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Die Polizei setzte ihrerseits Tränengas und Wasserwerfer ein, um die Gruppen auf dem Platz auseinanderzutreiben. Bürgermeister Giuseppe Sala berichtete von „zerschlagenen Schaufenstern, geplünderten Läden und verängstigten Einwohnern“.

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Ausschreitungen bei Protesten: Polizei nimmt 70 Menschen in Mailand fest

Die Ausschreitungen hatten am Samstag am Rande einer Demonstration gegen die hohen Lebenskosten begonnen – manche Beobachter zogen Vergleiche zu den Gewaltausbrüchen in Frankreich bei ähnlichen Protesten. Auch in den italienischen Städten Bologna und Turin kam es am Samstag am Rande von Demonstrationen zu Ausschreitungen. Die Polizei nahm laut dem Bericht der Nachrichtenagentur Ansa allein in Mailand seit Samstag rund 70 Menschen fest.

Ministerpräsidentin Giorgia Meloni berief für Montag eine Sitzung mit den Sicherheitskräften ein. Sie sprach von „Gewalttätern, die Demonstrationen ausnutzen, um Chaos zu verbreiten, diejenigen anzugreifen, die für die Sicherheit sorgen, und ganze Städte in Geiselhaft zu nehmen“. Zu demonstrieren sei ein verbrieftes Recht, schrieb sie am Samstag auf X. „Unsere Städte zu verwüsten, ist keins.“

pau/afp