Ein abgelegener Ort in den peruanischen Anden sorgt wegen des Namens seines neuen Bürgermeisters für Aufsehen: In Queropalca wurde der Linkspolitiker Hitler Mussolini Simeón Flores zum neuen Stadtoberhaupt gewählt. Laut Wahlbehörde erhielt der 45-Jährige am vergangenen Sonntag 229 von 663 Stimmen. Sein ultrarechter Rivale Gaspar Osorio kam nur auf 204 Stimmen.
Peru: Umstrittener Name ist keine Seltenheit
Der Name des neuen Bürgermeisters erinnert an Adolf Hitler und den italienischen faschistischen Diktator Benito Mussolini. Es ist nicht der erste Politiker in Peru, der den Namen des NS-Diktators trägt. 2021 war der Zentrumspolitiker Hitler Saavedra Casternoque ins peruanische Parlament gewählt worden.
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Von 2011 bis 2014 war ein Politiker namens Hitler Alba Sánchez Bürgermeister des Anden-Bezirks Yúngar. 2018 trat er erneut zur Bürgermeisterwahl an und gewann gegen einen gewissen Lenin Rodriguez. Dabei nutzte er Slogans wie „Hitlers Rückkehr“ und bezeichnete sich als „der gute Hitler“. Zudem behauptete er, sein Vater habe bei seiner Namensgebung nichts von den Gräueltaten des Nationalsozialisten gewusst.
In Peru ist es nichts Ungewöhnliches, dass Eltern ihren Kindern historische Namen geben – ohne dabei auf die genaue Bedeutung oder Konnotation zu achten. Auch Vornamen aus der Popkultur sind en vogue: Berichten zufolge sollen peruanische Standesämter nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 eine Vorliebe für Erling Haaland bemerkt haben.
afp/jcst





