Michael Brandner ist ein Schauspieler, der so vielen Serien seinen Stempel aufdrückte, dass man ihn effektiv als „Urgestein“ der deutschen Film- und Fernsehbranche bezeichnen könnte. Seit 2011 ist der 74‑Jährige bei der Kultserie „Hubert ohne Staller“ dabei, deren 200. Folge am 14. Oktober ausgestrahlt wird (um 18.50 Uhr in der ARD, außerdem in der Mediathek). Doch ohne seine persönlichen Schutzengel wäre sein Lebensfaden viel früher abgeschnitten gewesen. Das Bewusstsein dessen hat ihn demütig werden lassen, wie er selbst erklärt.

In „Hubert ohne Staller“ tragen Sie Polizeiuniform, aber privat mögen Sie offenbar Maßanzüge, von denen Sie unzählige besitzen sollen.

Michael Brandner: Das hat für mich viel mit Respekt und Form zu tun. Die „unzähligen Maßanzüge“ sind natürlich eine kleine Übertreibung, aber ein klassischer Anzug hilft mir persönlich einfach dabei, eine gewisse Haltung und eine angenehme Distanz zu wahren. Heutzutage wird beispielweise in der Filmbranche zügig geduzt, was eine Vertrautheit signalisieren kann, die in der Realität vielleicht gar nicht existiert.

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