Am vergangenen Wochenende wurde auf einem Linienflug von Qantas eine unschöne Entdeckung gemacht: Die Maschine war gerade auf dem Weg aus dem australischen Perth in die italienische Hauptstadt. Doch aus Rom konnte der Flieger nicht wie geplant am nächsten Tag zurückkehren – denn in der Economy-Klasse hatten es sich blutsaugende Insekten gemütlich gemacht.

Bettwanzenbefall: Qantas muss Dreamliner-Flug annullieren

Laut „Sydney Morning Herald“ befanden sich nämlich Bettwanzen auf den „billigen Plätzen“. Daher musste die Boeing 787 Dreamliner aus dem laufenden Betrieb genommen werden. Der Rückflug nach Australien wurde annulliert, und die Polster wurden fachmännisch gereinigt. Wie Qantas mitteilte, handelte es sich jedoch nur um eine „kleinen Anzahl von Sitzen“, die befallen gewesen waren. Von dem Ausfall betroffene Reisende wurden auf andere Flüge umgebucht.

Bettwanzen gehören zu den weltweit am häufigsten auftretenden Schädlingen. Die nachtaktiven Tiere fühlen sich an dunklen, trockenen Orten besonders wohl. Sie sind darauf spezialisiert, sich in den Schlafplätzen von warmblütigen Lebewesen einzunisten und sich von ihrem Blut zu ernähren. Ein Biss des Parasiten kann auf der menschlichen Haut kleine, rote Flecken oder Quaddeln hervorrufen.

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Die Wanzen kommen vor allem in Hotels vor, da sie dort mitunter im Gepäck der Reisenden unwissentlich eingeschleppt werden. Auf ähnliche Weise dürften sie auch in den Qantas-Flieger gekommen sein. „Sie sind ein flugunfähiges Insekt, ohne Flugzeuge“, erklärte Professor Michelle Power, Parasitologin an der Macquarie University, gegenüber dem „Sydney Morning Herald“. Bettwanzen seien zwar nicht gefährlich, auch wenn ihre Bisse jucken und reizen könnten, aber sie seien sehr schwer loszuwerden. Denn sie könnten sich lange in Bettlaken und Ritzen verstecken, ohne Nahrung zu benötigen.