Der Wasserpegel des Bodensees sinkt weiter ab. Aufgrund anhaltender Trockenheit fiel der Wasserstand in Konstanz bereits unter die Marke von 2,50 Metern und ist damit auf einem außergewöhnlich niedrigen Niveau.

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„Von Rekordpegelständen ist das nicht mehr weit weg“, sagt Diplom-Meteorologe Georg Haas von wetter.com. Zum Vergleich: Der niedrigste jemals gemessene Pegel des Bodensees betrug 2,26 Meter und wurde in den Jahren 1850 und 1858 gemessen. Als ursächlich für den sinkenden Wasserstand benennt der Meteorologe die geringen Mengen Niederschlag in den vergangenen Monaten. „Der niedrige Pegel ist ein Echo des trockenen Sommers“, erklärt Haas.
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Niedrige Wasserstände eigentlich erst im Winter zu erwarten
Normalerweise sei mit solchen niedrigen Wasserständen erst in den Wintermonaten zu rechnen. „Was wir jetzt erleben, ist genau das, was wir Klimaforscher seit Jahrzehnten vorhersagen“, warnt Haas. „Durch die Erwärmung der Erdatmosphäre werden die Wetterextreme in beide Richtungen weiter zunehmen.“ Demnach sei es nicht unwahrscheinlich, dass auf den Tiefstand im Herbst ein besonders hoher Pegel im kommenden Jahr folge.
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Mit genügend Niederschlag, so Haas, könne sich der See zwar gut vom niedrigen Wasserstand erholen. Bis dies der Fall ist, hat der geringe Pegel jedoch tagtäglich Auswirkungen auf den Schiffsbetrieb. „Durch den niedrigen Pegel müssen viel mehr Schiffe eingesetzt werden, die jeweils nicht so stark beladen sein dürfen. Dadurch steigen die Transportkosten.“
Wasserpegel könnte in den kommenden Wochen weiter sinken
Wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickeln werde, sei laut Meteorologe Georg Haas schwer vorherzusagen. „Mitte der Woche wird eine Kaltfront reinkommen und dem Pegel sicherlich ein Stück weit helfen“, so Haas. Nun sei jedoch die große Frage, ob auf den trockenen Sommer ein hochdruck- oder tiefdruckgeprägter Herbst warte. Die baden-württembergische Landesanstalt für Umwelt geht davon aus, dass der Pegelstand in Zukunft noch weiter sinken könnte.
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Schwierig könne es laut Meteorologe Haas vor allem dann werden, wenn sich die geringen Niederschlagmengen auch in der kommenden Zeit fortsetzen: „Wenn jetzt im Herbst nicht viel Niederschlag kommt und dann auch noch ein trockener Winter folgt, dann könnte es wirklich interessant werden.“ Dies bleibe allerdings erst abzuwarten.







