Eine Swinger-Party im Rathaus? Der Mannheimer Stadtrat Julien Ferrat verfolgt diese unkonventionelle Idee offenbar weiter. Rund 50 Menschen haben sich nach seinen Angaben bereits per E-Mail oder über soziale Medien bei ihm gemeldet. „Sowohl bekannte Gesichter als auch völlig Unbekannte“, teilte er in einer Pressemitteilung mit. Jetzt möchte der Kommunalpolitiker herausfinden, wer tatsächlich Interesse an dem Vorhaben hat.

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Ferrat hatte vorgeschlagen, in Mannheim ein FKK-Swinger-Paradies aufzubauen – möglichst sogar im Rathaus. Alternativ könne die Veranstaltung in privaten Räumlichkeiten stattfinden. Inzwischen kündigte der Stadtrat den nächsten Schritt an: Interessenten, die er persönlich noch nicht kennt, sollen zu einem „verbindlichen Gruppensex-Training“ eingeladen werden.
Mannheimer Stadtrat Julien Ferrat wirbt für „Bürgernähe der besonderen Art“
Ferrat, der sich selbst als „Politiker zum Anfassen“ bezeichnet, sieht in seinem Vorhaben eine ungewöhnliche Form der Bürgerbeteiligung. „Gruppensex mit dem Stadtrat dürfte das Nonplusultra an Bürgernähe sein“, erklärte er.
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Die Idee eines Swinger-Paradieses in Mannheim ist dabei nicht neu. Bereits im Sommer 2025 hatte Ferrat zu einer „politischen Bildungsfahrt“ nach Cap d’Agde in Südfrankreich eingeladen. Der Küstenort gilt als eines der bekanntesten Zentren für FKK- und Swinger-Tourismus in Europa.
In einem Konzeptpapier hatte Ferrat zudem vorgerechnet, dass ein solches Projekt der Stadt Einnahmen in zweistelliger Millionenhöhe bescheren könnte. Betrieben werden sollte das FKK-Swinger-Paradies demnach über eine städtische GmbH. Vorgesehen waren unter anderem Swingerklubs, Nachtklubs und Boutiquen. Um die Nachfrage zu bündeln und einen Hype zu erzeugen, sollte das Angebot zunächst auf 100 Öffnungstage im Jahr begrenzt werden.
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Stadt Mannheim hat erhebliche Zweifel
Bei der Mannheimer Stadtverwaltung stößt der Vorstoß allerdings nicht auf Begeisterung. Die Stadt reagierte zurückhaltend und verwies auf „erhebliche Zweifel an der Zulässigkeit und Durchführbarkeit der Pläne“.
Ob aus Ferrats ungewöhnlicher Idee tatsächlich ein Projekt wird, steht damit bisher noch in den Sternen. Fest steht nur: Die ersten Interessenten für das geplante Swinger-Angebot gibt es offenbar bereits.
mkx






