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An der Elbphilharmonie sind Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst zurzeit im Großeinsatz. Das bestätigte eine Sprecherin der Feuerwehr dem Hamburger Abendblatt, das ebenfalls zur FUNKE Mediengruppe gehört, auf Nachfrage. Es gehe um ein „medizinisches Ereignis“, heißt es.

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Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers hatten zahlreiche Personen über plötzlich einsetzendes Erbrechen und Schwindel geklagt. Gegen 9.45 Uhr sei der Notruf eingegangen. Die Rettungsleitstelle der Feuerwehr habe daraufhin zahlreiche Kräfte zur Elbphilharmonie entsandt, darunter auch den organisatorischen Leiter des Rettungsdienstes sowie den Leitenden Notarzt. Das Abendblatt hat mit einer Betroffenen gesprochen.

Großeinsatz der Feuerwehr an der Elbphilharmonie – mehr als 40 Filmkomparsen erkrankt

Nach Informationen dieser Redaktion sind zwischen 20 und 25 Personen betroffen, die in der Nacht als Komparsen bei einem Filmdreh in der Elbphilharmonie gearbeitet hatten. Es könnte sich um Lebensmittelvergiftungen im Zusammenhang mit schlechtem Essen handeln. Nach den Filmaufnahmen in der Nacht hatten zahlreiche Menschen am Morgen wohl über Übelkeit und Erbrechen geklagt.

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Mit zahlreichen Einsatzkräften sind Rettungsdienst und Feuerwehr vor Ort in der HafenCity.
Mit zahlreichen Einsatzkräften sind Rettungsdienst und Feuerwehr vor Ort in der HafenCity. © FUNKE Foto Services | Marcelo Hernandez

Bei dem Dreh handelt es sich um Aufnahmen für eine internationale Filmproduktion. Um welchen Film es geht, ist bisher streng geheim. Die Berliner Agentur Filmgesichter suchte kurz vor dem Dreh via Social-Media-Aufrufen mehr als 100 Komparsen für den nächtlichen Filmdreh im Hamburger Konzerthaus.

Komparsin schildert Krankheits-Chronologie bei Filmdreh

Eine angehende Studentin aus der Nähe von Hamburg, die zum ersten Mal bei einer Filmproduktion als Komparsin mitgewirkt hatte, gehörte zu den Betroffenen. Ihr Name liegt der Abendblatt-Redaktion vor. In der Öffentlichkeit möchte sie lieber anonym bleiben. „Die Dreharbeiten hatten für mich um Mitternacht begonnen, um 5.15 Uhr gab es dann eine erste große Pause, in der ich einen vegetarischen Nudelsalat gegessen habe, um 6 Uhr gingen die Dreharbeiten weiter.“

Gegen neun Uhr sei ihr „schummrig, warm und zittrig“ geworden, sie habe es zunächst auf die eigene Müdigkeit geschoben, bis sich auch die Sitznachbarin mit Übelkeit verabschiedete – und sich im Saal einige Reihen weiter hinten jemand übergab. „Die Dreharbeiten liefen weiter“, berichtet die Statistin. Sie selbst verließ den Saal, bekam schon im Bereich vor der Elbphilharmonie-Plaza eine Spucktüte und musste sich kurz darauf ebenfalls übergeben.

„Spätestens da wurde mir klar, dass es hier offenbar viele gab, denen schlecht war. Es waren Sanitäter und ein Notarzt da, die Kommunikation lief eigentlich sehr gut. Und da wir alle gefragt wurden, ob wir das vegetarische Essen probiert hatten, ist die naheliegende Ursache wohl der Nudelsalat…“ Ein anderer Statist berichtete ebenfalls davon, einen Salat probiert zu haben. Dieser habe „bitter“ geschmeckt. Er habe den Bissen sofort ausgespuckt und nicht weiter davon gegessen, ihm gehe es gut.

Einen weiteren Einsatz als Statistin könne sie sich übrigens durchaus vorstellen, sagt die junge Frau: „Das generelle Erlebnis war bis zu dem Vorfall eigentlich sehr nett!“

Filmagentur hatte über Social Media 100 Komparsen für Dreh in der Elbphilharmonie gesucht

Bei dem Dreh handelt es sich um Aufnahmen für eine internationale Filmproduktion. Um welchen Film es geht, ist bisher streng geheim. Die Berliner Agentur Filmgesichter suchte kurz vor dem Dreh via Social-Media-Aufrufen mehr als 100 Komparsinnen und Komparsen für den nächtlichen Filmdreh im Hamburger Konzerthaus.

Großeinsatz Elbphilharmonie Komparsen Lebensmittelvergiftung Catering
Während des Drehs konnten die Komparsen sich an einem externen Cateringwagen versorgen. © HA | Tobias Schwaiger

Der Dreh begann in der Nacht und sollte bis zum Donnerstagmittag (20. August) dauern. Die angestellten Komparsen mussten sich auf lange Arbeitsstunden einstellen: Mindestens 12 Stunden Anwesenheit wurden verlangt, es sei nicht möglich, in der Nacht oder am Morgen schon früher zu gehen, betont die Agentur: „Jede/r muss die komplette Zeit da sein.“ Bei den Dreharbeiten verkörperten die Laien einen Zuschauer oder eine Zuschauerin. Vor der Elbphilharmonie stand ein Cateringwagen einer externen Firma für die Versorgung der Menschen bereit.

Das Abendblatt war in der Nacht beim Dreh dabei. So war die Stimmung:

Geheimer Filmdreh in der Elbphilharmonie: 500 Komparsen drehten in Hamburger Konzerthaus

Nach Angaben von Martin Andris, Pressesprecher der Elbphilharmonie, waren etwa 500 Personen am Dreh beteiligt. Die Dreharbeiten seien mittlerweile beendet. Die medizinischen Notfälle traten gegen frühen Morgen auf. Einsatzkräfte der Feuerwehr betreuen die Betroffenen im Haus, sie stehen unter „medizinischer Beobachtung“. Elbphilharmonie-Sprecher Andris: „Ich hoffe, wir wissen heute Nachmittag mehr.“

Mitarbeiter des Rettungsdienstes sind an der Elbphilharmonie in Hamburg im Einsatz
Eine Frau musste ins Krankenhaus. Es war niemand in Lebensgefahr.© FUNKE Foto Services | Marcelo Hernandez

Der Proben- und Konzertbetrieb im Großen Saal am heutigen Donnerstag ist nicht beeinträchtigt.