In seinem Berufsleben als „Aktenzeichen XY“-Moderator (nächste Sendung „Aktenzeichen XY… Vermisst“ am 8. Juli, 21.15 Uhr im ZDF) befasst sich Rudi Cerne andauernd mit Kriminalfällen. Privat sieht das Leben des 67-Jährigen wesentlich behüteter aus – ganz anders als das seines Vaters, der Traumatisches im Krieg erleben musste. Doch es gab auch Situationen, in denen Rudi Cerne selbst mit einem Schrecken davonkam, wie er im Interview berichtet.

Die Fälle von „Aktenzeichen XY... Vermisst“ sind von großer Ungewissheit geprägt. Es ist wohl aufreibender, sich damit zu beschäftigen, als mit Verbrechen, deren Ausgang klar ist?

Rudi Cerne: Das ist noch mal eine andere emotionale Dimension, weil die Angehörigen in dieser Ungewissheit leben. Manche davon kommen zu uns auch ins Studio. In der Regel kann ich nach einer Sendung gut abschalten, aber wenn ich persönlich mit den Betroffenen zu tun habe, dann spüre ich das hautnah. Bei einem Mordfall sind die Rollen klar verteilt, da gibt es einen Tatort und einen Ermittlungsansatz, aber hier ist jemand wie vom Erdboden verschluckt.

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