„Aus dem Schatten“ – der Titel der neuen Dokumentation über Simon Messner (ab 7. Juli im Kino) ist bezeichnend. Denn der 36-jährige Bergsteiger scheint sich damit vom Image seines weltberühmten Vaters abzusetzen. Auch wenn er den Filmtitel, wie er ausdrücklich betont, nicht selbst ausgewählt hat. Der Alltag der Familie ist seit Jahren von einem Konflikt zwischen Reinhold Messner und seinen Kindern überschattet, durch den der Kontakt zwischen beiden Seiten abgerissen ist. Eines wird im Gespräch klar: Für Simon Messner ist Bergsteigen keine Obsession mehr. Dazu tragen die Erlebnisse seines Vaters bei – aber auch seine eigenen, wie er verrät.
Die Dokumentation zeichnet ein widersprüchliches Bild von Ihnen: Sie sind sich bewusst, dass Sie in den Bergen sterben könnten, wollen aber gleichzeitig das Glück mit Ihrer Familie und Ihrer kleinen Tochter genießen.
Simon Messner: Der Film zeigt eine Interpretation meiner Person, ist also kein Selbstporträt. Aber wir Menschen sind nun mal teilweise widersprüchlich – ich auf jeden Fall. Ich breche sehr gerne auf, um unserer abgesicherten Gesellschaft zu entfliehen, aber das Zurückkommen ist dann nochmal schöner und intensiver als der Aufbruch. Vielleicht ziehen wir ja nur los, um wieder zurückzukommen.






