Im Nordosten Thailands ist ein elfjähriger Junge mit dem Pickup seiner Eltern in eine Prozession buddhistischer Mönche gefahren. Zehn Mönche kamen dabei nach Polizeiangaben ums Leben. Mehrere Menschen wurden verletzt.

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Die Gruppe von 35 Mönchen und fünf Laienanhängern befand sich ersten Erkenntnissen zufolge auf einer Pilgerreise in der Provinz Mukdahan, als sich der Vorfall ereignete. Zehn Mönche seien inzwischen an ihren Verletzungen gestorben, zehn weitere Personen befänden sich mit schweren Verletzungen im Krankenhaus in ärztlicher Behandlung, berichteten thailändische Medien. Der Zustand von zwei Verletzten sei kritisch.
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Polizeigeneralmajor Pairoj Thaiphutsa sagte, man prüfe noch das weitere rechtliche Vorgehen gegen den Jungen. „Bei dem Verdächtigen handelt es sich um ein Kind. Das Fahrzeug wurde zur Spurensicherung sichergestellt, um die Unfallursache zu ermitteln“, sagte er. Später teilte Thaiputsa BBC Thai mit, dass der Junge weiterhin von einem Team von Beamten, darunter seine Vormünder und ein Arzt, betreut werde. Laut ersten Informationen handelt es sich bei ihm um ein Kind mit besonderen Bedürfnissen, weitere Details liegen jedoch noch nicht vor.
Phra Sompong, ein Mönch der Gruppe, sagte, er habe vor dem Unfall das Meditationsmantra „Buddho, Buddho“ gesungen. „Ich sah einen Jungen in einem Pickup auf uns zukommen. Dann rammte uns der Truck plötzlich mit voller Wucht und krachte in uns hinein“, berichtet er weiter. „Zum Glück konnten ein anderer Mönch und ich rechtzeitig zur Seite springen. Die ersten neun Mönche in der Reihe überlebten, aber andere, die getroffen wurden, wurden in die Luft geschleudert.“
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Die Polizei teilte außerdem mit, dass erste Ermittlungen ergeben hätten, dass sich vor dem Vorfall niemand außer dem Tatverdächtigen im Haus befand, der krank war und deshalb nicht zur Schule gegangen sei. Als die Erziehungsberechtigten des Jungen bemerkten, dass das Auto fehlte, benachrichtigten sie die Polizei. Die Beamten hätten das Fahrzeug aber vor dem Unfall nicht mehr abfangen können. Der Junge habe vermutlich die Kontrolle über den Wagen verloren und sei in die Mönchsprozession gerast. In Thailand sind Kinder unter zwölf Jahren noch nicht strafmündig.
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Der Gouverneur der Provinz Mukdahan, Worayan Bunnarat, sagte, der Fall solle als allgemeine Warnung für die Verkehrssicherheit in Thailand dienen. „Wir haben in den letzten Jahren die Verkehrssicherheit sehr streng kontrolliert. Dieser Fall sollte nicht nur unserer Provinz, sondern der gesamten Öffentlichkeit eine Lehre sein, wenn es um die Verhinderung von Verkehrsunfällen geht“, sagte er.
Buddhistische Mönche genießen in Thailand hohes Ansehen, da ihnen die Bewahrung und Weitergabe der Lehren Buddhas anvertraut ist. Öffentliche Prozessionen sind keine Seltenheit, bei denen die Bevölkerung den Mönchen oft Almosen des guten Willens – wie etwa Essen und Dinge des täglichen Bedarfs – als Zeichen des Respekts überreicht.
mit KNA









